Verkehrs- und Innenminister einig: Land blitzt auf der Rader Brücke ab Sommer in eigener Regie

BlitzerUm die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Rader Hochbrücke bei Rendsburg engmaschig zu überwachen, wird das Land noch im Sommer in eigener Regie Radarmessgeräte installieren. Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer heute nach mehreren Gesprächen mit Innenminister Stefan Studt sagte, übernehme der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) den Aufbau und die Unterhaltung der Anlagen, das Landespolizeiamt die Auswertung der Daten sowie die Ahndung von Verstößen.

Die ursprüngliche Absicht des Landes, die Aufgabe an den Kreis Rendsburg-Eckernförde zu übertragen, werde nicht weiter verfolgt.

Meyer sagte dazu seoben in Kiel (Soundpfeil klicken)

Wie Meyer weiter sagte, sei angesichts des Zustands der Rader Brücke – der Baustatiker nur noch eine Lebensdauer bis zum Jahr 2026 attestieren – ein rasches Handeln unverzichtbar. „Ich bin deshalb der Polizei sehr dankbar, dass sie sich die Aufgabe mit uns teilt, zumal es hier ja weniger um Verkehrssicherheitsaspekte, sondern primär um den Substanzerhalt der Hochbrücke geht“, so der Minister.

Meyer appellierte erneut an die Autofahrer, insbesondere aber an die Lkw-Fahrer, die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h auf der Brücke ebenso wie das Lkw-Überholverbot und den vorgeschriebenen Lkw-Mindestabstand von 25 Metern bei Stau, einzuhalten. „Jeder Verstoß geht zu Lasten der Lebensdauer der Brücke und damit zu Lasten unserer gesamten Volkswirtschaft, wenn uns die Statiker möglicherweise weitere Beschränkungen auferlegen.“ Im September steht die nächste statische Überprüfung der Kanalbrücke an.

Der Minister bekräftigte nochmals seine Absicht, die Blitzer-Säulen mittelfristig durch die Einführung einer so genannten „Section Control“ (Abschnittskontrolle) zu ersetzen. Bei dem Verfahren, das ab 2016 in Niedersachen in einem Pilotversuch getestet werden soll, wird von sämtlichen Fahrzeugen eine Durchschnittsgeschwindigkeit erfasst und damit eine noch engmaschigere Kontrolle möglich. Meyer: „Hier müssen aber noch rechtliche Fragen geklärt und die Ergebnisse des niedersächsischen Pilotversuchs zunächst gründlich ausgewertet werden.“

Der Neubau der Kanalquerung war im Februar der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH) übertragen worden, die ihre Gesamtplanungen bis 2023 abschließen und dann mit dem Bau des ersten Teils der Brücke beginnen will. Bis 2026 soll dann zunächst eine Richtungsfahrbahn fertiggestellt sein, über die der Verkehr zunächst vierspurig rollen wird. Im selben Jahr soll dann mit dem Abbruch der alten und dem Neubau der zweiten Hälfte der Rader Brücke begonnen werden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s