Kunden erteilen der Qualität des Nahverkehrs in Schleswig-Holstein die Schulnote 2,7

NAH.SH-Chef Bernhard Wewers (links) und Landesverkehrsminister Reinhard Meyer eben beim Pressegespräch

Knapp 55 Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein mit Nahverkehrszügen unterwegs gewesen. Das waren nach Angaben des Nahverkehrsverbunds Schleswig-Holstein 3,4 Prozent mehr als 2013. Positiv entwickelten sich auch die Pünktlichkeit der Züge und die Zufriedenheit der Norddeutschen mit dem Angebot. 2014 waren den Angaben zufolge 92,1 Prozent der Züge im Nahverkehr pünktlich. Die Nutzer vergaben in einer repräsentativen Umfrage die Note 2,7. «Die hohe Zufriedenheit bestätigt die Politik des Landes, den Nahverkehr zielgerichtet auszubauen», sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD).

Meyer sagte im Gespräch mit RSH-Reporter Sven Brosda (Audiopfeil klicken)

Auch im Jahr 2014 waren die Schleswig-Holsteiner zufrieden mit dem Bahnverkehr. In der repräsentativen Marktforschung gab es die Schulnote 2,7. Damit bestätigte sich das Vorjahresergebnis (2,7). Bei der ersten Untersuchung im Jahr 2005 gab es noch die Note 3. Die regelmäßigen Nutzer sind dabei deutlich zufriedener als Nicht- oder Seltennutzer: Von den Pendlern gab es die Note 2,5.

Positiv entwickelte sich auch die Pünktlichkeit: Im Jahr 2014 waren 92,1 Prozent der Nahverkehrszüge pünktlich, im Vorjahr waren es 91,8 Prozent. Meyer: „Die hohe Zufriedenheit bestätigt die Politik des Landes, den Nahverkehr zielgerichtet auszubauen. Das wollen wir auch künftig tun, wenn der Bund uns die dafür nötigen Regionalisierungsmittel zur Verfügung stellt.“ Die Verkehrsnachfrage im Bahnverkehr stieg im Jahr 2014 leicht auf 1,730 Milliarden Personenkilometer, im Jahr 2013 lag sie bei 1,728 Milliarden Personenkilometern. Das Verkehrsangebot blieb mit rund 24,6 Millionen Zugkilometern unverändert.

Wewers: „Dass die Nachfrage nur noch langsamer zunimmt als in den Jahren zuvor, ist ein bundesweiter Trend. Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr durch das verbesserte Angebot im Bahnnetz Mitte wieder einen größeren Zuwachs erreichen können.“ Die Ergebnisse der landesweiten Marktforschung stehen unter www.nah.sh zum Download zur Verfügung.

Noch nicht ganz  zufrieden sind Land und NAH.SH GmbH mit dem neuen Fahrplan im Netz Mitte. Nach deutlichen Startschwierigkeiten fährt die nordbahn zwar inzwischen zuverlässiger, erreicht aber immer noch nicht die vereinbarten Qualitätsziele. Wewers: „Dass ein neuer Betreiber eine gewisse Zeit braucht, bis der Verkehr rund läuft, ist normal. Die Ausfälle und Verspätungen und vor allem die mangelhafte Fahrgastinformation sind  aber sehr ärgerlich. Wir haben viele Gespräche mit der nordbahn geführt, ich hoffe, dass der Betrieb jetzt läuft.“

Auf den Regionalexpress-Linien Kiel – Hamburg und Flensburg – Hamburg gilt momentan noch nicht der eigentlich ab Dezember 2014 vorgesehene neue Fahrplan. Grund ist, dass der Hersteller Bombardier die dafür benötigten Fahrzeuge nicht wie geplant an DB Regio liefern konnte. Meyer: „DB Regio hat uns jetzt mitgeteilt, dass die neuen Fahrzeuge erst ab 2017 kommen werden. Flügelkonzept und kürzere Fahrzeiten lassen sich deshalb immer noch nicht umsetzen. Und das bremst leider auch Verbesserungen für Pinneberg aus, die wir gerne einführten. Erst mit den neuen Fahrzeugen wird es möglich sein, weitere Regionalexpress-Züge in Pinneberg halten zu lassen.“

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