Weichenstellung in Itzehoe: Prinovis geht – „China Logisik Centrum“ kommt

Das international tätige China Logistk Centrum (CLC) hat heute offiziell das ehemalige Grundstück der Druckerei Prinovis in Itzehoe übernommen. Auf dem 21 Hektar großen Gelände soll ein Logistik-Zentrum für den Handel mit China entstehen.
 Wirtschaftsminister Reinhard Meyer dankte dem Rendsburger Speditionsunternehmer Gustav Tietje (links) und dessen Sohn Carsten (rechts) sowie den künftigen chinesischen Geschäftspartnern für das große Engagement. Langfristig sollen in Itzehoe über 200 neue Arbeitsplätze entstehen.

Im Gespräch mit Carsten Rauterberg (NDR-1-Welle-Nord) sagte Meyer weiter:

Erste Abriß- und Vorbereitungsarbeiten haben nach den Worten von Investor Tietje in den vergangenen Wochen bereits auf dem 21,5 Hektar großen Gelände in Itzehoe stattgefunden. Der Käufer, eine Gesellschaft, die sich aus chinesischen Gesellschaftern und der Tietje-Gruppe zusammensetzt, plant einen Teil der wachsenden Warenströme im Handel zwischen Deutschland und China über Itzehoe abzuwickeln. Das neue Zentrum soll dann im Zuge der Entwicklung des Warenverkehrs auch neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Je nachdem, in welche Richtung das Geschäft und die Akquisition geht, entwickelt sich die Anzahl der Mitarbeiter, wobei z.B. eine kommissionierintensive Abwicklung natürlich mehr Mitarbeiter erfordert als eine vollautomatisierte. Somit sind die Mitarbeiterzahlen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht seriös zu beziffern. Das neue Zentrum wird der deutsche Teil eines Logistiksystems werden, dessen Gegenstück ein ähnliches Zentrum in der ca. 17 Millionen Einwohner großen Stadt Chengdu in der Provinz Sichuan sein wird. Bedient werden sollen hauptsächlich 3 Provinzen mit ca. 300 Mio. Menschen.

Investor Tietje machte deutlich, dass das Unternehmen CLC mit der Investition in das Logistikzentrum seine Strategie des Wachstums in der Logistik für den deutsch-chinesischen Handel weiter unterstreiche. „Wir freuen uns sehr, dass wir eine hervorragend zu uns passende und bestens vorbereitete Liegenschaft von Prinovis übernehmen können. Das Objekt in Itzehoe bietet mit seinen fast 100.000 Quadratmetern Lagerfläche eine gute Infrastruktur und Basis für die Etablierung eines Handelsplatzes in der Metropolregion zwischen China und Europa mit Expansionsmöglichkeiten“, so Tietje. Durch die Kommissionierung im Versorgen von Endkunden und Handelsunternehmen würden erfahrungsgemäß viele Arbeitskräfte benötigt.

Neben den Aktivitäten für und mit den chinesischen Partnern wollen wir aber ebenfalls für lokale und regionale Kunden logistische Lösungen vor allem im Bereich Lagerung und damit verbundenen Dienstleistungen anbieten, um auch auf diesem Wege eine Stärkung der Region bewirken.

Zur Erreichung dieser Ziele hat die CLC unter anderem einen Kooperationsvertrag mit Brunsbüttel Ports abgeschlossen.

„Der Verkauf des Geländes ist gemeinsam mit der direkten Nachnutzung ein wichtiges Signal für Wachstum und neue Arbeitsplätze in der Region“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und dankte neben den beteiligten örtlichen Wirtschaftsförderern in der Region vor allem der Wirtschaftsförderung- und Technologie-Transfer GmbH (WTSH) für die monatelange Vermittlung bei der Investition. Meyer machte deutlich, dass mit dem Verkauf ein erster wichtiger Schritt gelungen sei, bis zur vollständigen Realisierung des Zentrums aber noch manche Hürden zu nehmen seien.

Itzehoes Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen bezeichnete die Nachnutzung der Prinovis-Liegenschaft als „wichtigen Baustein der Stadtentwicklung“, der eine „wesentliche Aufwertung des Wirtschaftsstandortes Itzehoe“ darstelle. Nach Bekanntwerden der Betriebsstilllegung vor ca. 2,5 Jahren wurden in intensiver Zusammenarbeit die Grundlagen für eine Überführung der Liegenschaft in eine gewerbliche Nachnutzung erarbeitet. Maßgeblich beteiligt waren neben der Stadt und dem Land Vertreter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft „egeb“ sowie Vertreter der Bertelsmann Gesellschaft als bisheriger Miteigentümer der Liegenschaft. Ziel war es nach den Worten von Koeppen, das Gebiet wirtschaftlich zu beleben und eine Brache zu vermeiden.

„Dass bereits 15 Monate nach Schließung der Großdruckerei Ende April 2014 ein Investor an diesem Standort ein Logistikcenter mit vielen neuen Arbeitsplätzen errichten will, liegt vor allem daran, dass bei den Beteiligten der absolute Wille vorhanden war, die Liegenschaft einer geordneten, wertschöpfungsintensiven und städtebaulich verträglichen Nachnutzung zuzuführen. Und dafür hat man unkompliziert und mit großer Kraftanstrengung Hindernisse immer wieder aus dem Weg geräumt“, so Koeppen. Er dankte dem Investor und bezeichnete dessen Konzept als „sehr überzeugend“. Er sei sich sicher, dass es Erfolg haben und zu neuen Arbeitsplätzen in Itzehoe führen werden.

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