Meyers Antrittsbesuch in der Biologischen Anstalt Helgoland

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Maarten Boersma erläutert Minister Meyer (l), wie Hummer sich beim Wachsen häuten

Meyer beim Alfred-Wegener-Institut: Hier werden
Wirtschaft und Wissenschaft ideal ergänzt

Antrittsbesuch von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bei der Biologischen Anstalt Helgoland des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Nachdem die Zuständigkeit für das Institut vor einigen Monaten vom Wissenschafts- auf das Wirtschaftsministerium übergegangen ist, traf Meyer heute (4. September) am Rande des Helgoländer Offshore-Wirtschaftsforums mit Vize-Direktorin Prof. Dr. Karen Wiltshire, Stationskoordinatorin Dr. Ingeborg Bussmann und dem Leiter der Sektion Ökologie von Schelfmeersystemen, Prof. Dr. Maarten Boersma zusammen.

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Minister Meyer im Ökolabor, gemeinsam mit Karen Wiltshire, Helgolands Bürgermeister Jörg Singer und Maarten Boersma. Foto: Alfred-Wegener-Institut / Uwe Nettelmann

Meyer machte deutlich, dass die Landesregierung das AWI ausdrücklich bei seinem erfolgreichen Kurs unterstütze, Meeresforschung und Wirtschaft durch die Entwicklung von Spitzentechnologien noch enger zu vernetzen. „Die Leistungsfähigkeit dieser Einrichtung wird uns unter anderem ständig bei Gesprächen in Brüssel attestiert“, so Meyer. Wie der Minister weiter sagte, biete Helgoland den 70 dort tätigen AWI-Mitarbeitern eine 35 Quadratkilometer große unterseeische Felslandschaft, die die reichste marine Tier- und Pflanzenwelt der deutschen Küste beherberge. „Dieser Lebensraum ist in der Nordsee einzigartig und für die Biologen des AWI ein Bilderbuch an Meeres- und Küstenforschung“, so Meyer.

Die Forschung vor Ort konzentriert sich auf ökologische Prozesse in der Nordsee durch eine Kombination von Langzeitaufnahmen, experimentellen Analysen und der Entwicklung von Modellen. Vor allem der Einfluss der globalen Wanderungsprozesse auf das Ökosystem Nordsee stehe dabei im Fokus.

Wie AWI-Vizechefin Wiltshire sagte; arbeiten die Forscher auch mit der Offshore-Windindustrie zusammen: So läuft derzeit eine Pilotstudie, in der Wissenschaftler überprüfen, ob sich im Labor gezüchtete Hummer in Windparks ansiedeln lassen. Denn die Population des Europäischen Hummers bei Helgoland stagniere seit Jahrzehnten auf sehr niedrigem Niveau. Der Hummer sei aber für einen gesunden marinen Lebensraum wichtig. Als oberster Regulator stabilisiere er die so genannten Hartboden-Lebensgemeinschaften und garantiere somit für eine hohe Artenvielfalt. „Ein Markierung-Wiederfang-Programm vor Helgoland hat gezeigt, dass ausgesetzte Hummer eine hohe Standorttreue zu ihrem Aussetzgebiet aufweisen. Im Pilotprojekt im Windpark Riffgat wird jetzt untersucht, ob Windkraftfundamente ein geeigneter Lebensraum für Hummer sind“, so Wiltshire.

Auch im Hinblick auf die Entwicklung des „Aquarium“-Konzeptes auf der Insel selbst ist Biologische Anstalt mit im Boot: Unter Federführung der Gemeinde Helgoland wird gemeinsam mit dem Institut weiter an einem Konzept für die künftige Nutzung des Aquariums gearbeitet. Meyer: „Das Land Schleswig-Holstein und das Bundesforschungsministerium begrüßen und unterstützen diesen Neubeginn außerordentlich.“

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