Zweite Phase des Ideenwettbewerbs für mehr Wachstum an der Westküste eingeläutet

Ideen für Wachstum und Wohlstand an der Westküste: Region meldet Zukunftsprojekte für 200 Millionen Euro

Nationalpark Wattenmeer – Gegenstand vieler Ideenskizzen

Ein Jahr nach dem Start des Westküsten-Ideenwettbewerbs um das 30 Millionen Euro umfassende EU-Sonderprogramm ITI (Integrierte Territoriale Investitionen) hat Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute in Kiel eine erste Zwischenbilanz gezogen: Bislang wurden aus der Region zwölf Konzepte mit 114 Projekten und einem geschätzten Investitionsvolumen von rund 200 Millionen Euro angemeldet. „Damit sind unsere Erwartungen weit übertroffen und es zeigt sich eindrucksvoll, dass die Akteure ihre Chance nutzen wollen, um mit einem regelrechten Feuerwerk an Ideen für mehr Wachstum, Wohlstand und hochwertige Arbeitsplätze zu sorgen“, sagte Nägele.

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Zuvor hatten sich die mehr als 40 Mitglieder von ITI-Gremium und Westküstenbeirat darauf verständigt, von ursprünglich zwölf Gesamtkonzepten mit 114 Einzelvorhaben für die nun anstehende zweite Phase des Wettbewerbs neun Konzepte mit 104 Projekten in die engere Auswahl zu nehmen. Entsprechend den Festlegungen im so genannten „Operationellen Programm EFRE 2014-2020“ stehen dabei vor allem Aspekte der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz oder eines ressourcenschonenden Tourismus im Vordergrund (siehe unten).

Im Einzelnen handelt es sich um die Konzepte:

  • „Husumer Bucht“ mit neun Einzelprojekten rund um die Erzeugung und den Einsatz von Strom aus regenerativen Energien in der Region oder die energetische Sanierung von Gebäuden wie der Jugendherberge oder des „Stadthauses der dänischen Königstochter“ in Husum.
  • „Natourwert“ – dabei geht es in 14 Einzelprojekten unter anderem um die Aufwertung von Einrichtungen wie dem „Erlebniszentrum Naturgewalten“ in List auf Sylt, dem Multimar-Wattforum in Tönning oder der energetischen Sanierung der Jugendherberge Büsum.
  • „Kultourwert“ – in 18 Einzelprojekten steht hier die Neuausrichtung, Weiterentwicklung oder Sanierung von Kultureinrichtungen wie dem Sölring Museen in Keitum auf Sylt, dem Dr.-Carl-Häberlin-Friesen Museums auf Föhr oder dem Friedrichstädter Museum „Alte Münze“ im Mittelpunkt.
  • „Strandkonzept Föhr“ – um den Erlebnischarakter des Weltkulturerbes Wattenmeer stärker zu betonen, geht es hier in acht Einzelprojekten unter anderem um die Einrichtung von Aussichtspunkten und neuen Bohlenwegen oder auch die Sanierung des Wellenbads der Stadt Wyk auf Föhr.
  • „NESTrail“ – neben großen Projekten zum Thema Energieeffizienz wie dem Northern Energy & Sustainability Trail (NESTrail) Center oder „Smart Region 2.0“ geht es in sieben Einzelprojekten auch um den Aufbau des Zukunftshauses Westküste in Meldorf oder ein Multifunktionsgebäude im Steinzeitpark Albersdorf.
  • „Helgoland Atlantis 4.0“ – angemeldet ist in sieben Einzelprojekten unter anderem der Bau eines „Geschichtsbunkers“ auf der Insel Helgoland oder das Vorhaben „WATT WISSEN – Wandel verstehen – regionale Naturinformationen ganz nah“.
  • „Perlen der Westküste“ – 15 angemeldete Einzelprojekte sehen unter anderem die energetische Sanierung des Büsumer Piratenmeers, die Sanierung und Optimierung des Trischendamms vor Friedrichskoog oder die Optimierung der Besucherlenkung im Bereich des Leuchtturms Westerhever vor.
  • „Insel Amrum“ – sieht in 9 Einzelprojekten unter anderem die energetische Optimierung und den Umbau der Jugendherberge Wittdün, die energetische Optimierung des Amrumer Badelands oder eine Verbesserung des Strandübergangs in der Gemeinde Nebel vor.
  • „Innovationsregion Itzehoe und Brunsbüttel“ – neben der energetischen Sanierung des Itzehoer Kreismuseums ist in 13 Projekten unter anderem eine Modernisierung des Schifffahrtsmuseums Brunsbüttel angemeldet, ebenso das Energieprojekt „Wind to Gas Brunsbüttel“.
Bald modernisiert? Erlebniszentrum Naturgewalten in List auf Sylt

Nach den Worten von Nägele überschreiten die neun Konzepte die für die ITI Westküste vorgesehenen 30 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) fast um das Doppelte. „Das heißt, die nun beginnende und Mitte 2016 endende zweite Phase des Wettbewerbs, in der die Konzepte noch weiter verfeinert und nachjustiert werden müssen, wird noch einmal spannend“, so Nägele. Aber auch die drei abgelehnten Konzepte hätten durchaus Förderperspektiven – entweder aus dem EFRE, der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) oder dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“.

Nach ersten Einschätzungen des ITI-Gremiums und des Westküstenbeirats könnten so beispielsweise GRW-Mittel in Höhe von etwa 14 Millionen Euro an die Westküste fließen.

Die ITI Westküste ist ein wesentliches Element des vor gut einem Jahr von der EU genehmigten Operationellen Programms „EFRE 2014-2020“. Die hierfür zur Verfügung stehenden 30 Millionen Euro sollen speziell in Projekte zu den Themen „Ressourcenschonender Tourismus“, „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“, „nachhaltige Stadtentwicklung“ und „Brachflächenrecycling“ in den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg sowie auf Helgoland (Kreis Pinneberg) fließen.

Das Landesprogramm Wirtschaft bündelt im Zeitraum 2014 – 2020 Fördermittel der Europäischen Union – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sowie Landesmittel für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein

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