Beltquerung genießt beim EU-Verkehrskoordinator Cox höchste Priorität

EU-Kooridinator Cox: Ohne Beltquerung ist der europäische Verkehrskorridor „wie ein irischer Pub ohne Bier“

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Pat Cox (rechts) mit dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, Rüdiger Schacht

Ohne feste Fehmarnbelt-Querung mit entsprechenden Hinterland-Anbindungen ist der europäische Verkehrskorridor von Süditalien quer durch den HanseBelt über Dänemark und Schweden bis nach Nordfinnland wie ein irischer Pub ohne Bier – diesen Vergleich zog der Ire Pat Cox heute bei Gesprächen in Lübeck und Eutin, an denen auch Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele teilnahm.

„Aus der europäischen Sicht wird hier eine starke Wirtschaftsregion entstehen, die Skandinavien und Norddeutschland miteinander verbindet. In dieser Region leben zehn Millionen Menschen. Der EU ist es wichtig, grenzüberschreitende Verbindungen zu schaffen und damit die Arbeitsmärkte in der Region zu beleben“, sagte Cox. Er betonte weiter, dass die Beltquerung nicht nur in Dänemark, Schweden und Norwegen hohe Priorität genieße, sondern auch bei der EU, die in dieser Programm-Periode einen besonderen Schwerpunkt auf die Lückenschlüsse zwischen den nationalen Verkehrsnetzen lege. Sein Besuch solle dazu dienen, ein besseres Gespür für den deutschen Entscheidungsprozess und seine Dauer zu bekommen. Cox Wunsch an die deutsche Seite: „Sie sollten dem Projekt – bei Wahrung von Recht und Gesetz, insbesondere der Rechte der betroffenen Bürger – höchste Priorität geben.“

Wie der EU-Politiker weiter sagte, habe der Bahn-Teil der festen Beltquerung seitens der EU höchste Förderpriorität. Der Straßenteil könne durch den Juncker-Plan gefördert werden, was die Kosten reduzieren würde.

Staatssekretär Nägele versicherte dem Gast aus Brüssel: „Uns allen ist die Bedeutung dieses Vorhabens bewusst und Sie können sicher sein, dass wir gerade bei diesem für Europa enorm wichtigen Projekt den engen Schulterschluss mit unseren dänischen Partnern suchen. Ein transeuropäisches Projekt dieser Dimension ist nur gemeinsam mit allen Akteuren zu realisieren. Die Menschen vor Ort müssen mitgenommen werden. Daher legen wir großen Wert auf einen engen Austausch mit Dänemark, den Vorhabenträgern und der Region Ostholstein.“

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