Niedersächsisches Verkehrsforum will SH täglich 104 Güterzüge mehr aufbürden

Meyer lehnt „Alpha“-Alternative zur umstrittenen Y-Bahntrasse von Niedersachsen nach Hamburg und Bremen massiv ab

Die Gleise einer Bahntrasse auf grader Strecke. niemand Wirtschaft Transport Verkehr Symbol Symbolfoto symbolisch Feature Bahn Deutsche Bahn Eisenbahn Bahnverkehr Bahnstrecke Schotter Schotterbett Schiene Schienen Querformat Aussenaufnahme Außen Aussen draußen draussen Außenaufnahme Copyright/Foto:grafikfoto.deFür Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer ist es schlicht „ein Geschäft hinter dem Rücken und zu Lasten Dritter“: Mit breiter Mehrheit hatte sich vor einigen Wochen das Dialogforum „Schiene Nord“ in Celle dafür ausgesprochen, den wachsenden Güterverkehr der Seehäfen Hamburg, Bremen und Wilhelmshaven durch den Ausbau bestehender Schienenwege und die Umleitung auf vorhandene Schienenwege statt durch den kompletten zweigleisigen Neubau der so genannten Y-Trasse zwischen Hamburg und Hannover zu bewältigen. Für die Strecke Hamburg-Büchen würde das bedeuten: täglich 104 Güterzüge zusätzlich. Die Schluss-Abstimmung soll Freitag in Celle bei der dann achten Sitzung des Dialogforums stattfinden.
«Abgesehen von dem etwas sonderbaren Verfahren, jemandem eine derart schwere Last aufzubürden, der gar nicht am Verhandlungstisch sitzt, handelt es sich um eine Vorrangstrecke für den schnellen Personen-Fernverkehr», sagt Meyer. Für den Güterverkehr gebe es keinen Anspruch auf mehr Lärmschutz. Betroffen wären Orte wie Reinbek, Schwarzenbek oder Müssen, aber auch Orte in Mecklenburg-Vorpommern.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) im Interview Meyer sagte
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Die Alpha-Variante sieht ein zusätzliches Gleis zwischen Verden und Rotenburg sowie zwischen Lüneburg und Uelzen und den Ausbau der «Amerika-Linie» von Bremen nach Uelzen vor. Die Empfehlung des Forums, dem Vertreter von Kommunen und Verbänden angehören, soll morgen an das Bundesverkehrsministerium übermittelt werden, das letztendlich über den Ausbau entscheidet.

Meyer gibt weiter zu bedenken: „Sollten die Güterverkehre auf dieser Strecke tatsächlich eingesetzt werden, würde dies ohne Anspruch auf zusätzlichen Lärmschutz geschehen.“ Betroffen wären unter anderem Ortschaften im Kreis Herzogtum-Lauenburg wie Reinbek, Schwarzenbek oder Müssen, aber auch Orte in Mecklenburg Vorpommern.

Passend zum Thema hier noch ein Video von einem Alpha-Trassen-Gegner, dass damit zwar parteiisch, aber dennoch sachlich sauber und informativ ist: zum Video

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