Verkehrs-Grossprojekte von Hamburg und Schleswig-Holstein auf gutem Weg

S  21, S 4,  A 7: Meyer und Horch informieren Parlamentarier über aktuelle gemeinsame Verkehrsprojekte
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Meyer, Horch, HH-Staatsrat Rieckhof und A-7-Koordinator Fuchs bei der gemeinsamen Ausschuss-Sitzung mit Hamburg

Im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung der Wirtschafts- und Verkehrsausschüsse der Hamburger Bürgerschaft und des Schleswig-Holsteinischen Landtags informieren zur Stunde im Kieler Landtag der Hamburger Wirtschafts- und Verkehrssenator Frank Horch und sein Kieler Amtskollege Reinhard Meyer die Parlamentarier über wichtige gemeinsame Verkehrsprojekte.

Meyer sagte am Rande der Sitzung (Audiopfeil klicken)

Wie beide Ressortchefs weiter erläuterten, seien die Planungen zum Ausbau der S-Bahn von Hamburg bis Kaltenkirchen (S 21) bereits weit fortgeschritten. Mit der Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens, das derzeit von der AKN vorbereitet werde, sei nach Abschluss laufender Umweltverträglichkeitsprüfungen Anfang 2016 zu rechnen. Die Verfahrensdauer wird nach Einschätzung von Meyer und Horch mindestens zwei Jahre betragen. „Wenn dann Baurecht vorliegt, könnte die S21 ab dem Jahr 2020 von Bergedorf über den Hauptbahnhof und Eidelstedt nach Kaltenkirchen fahren“, sagte Meyer. Damit würde auf der Achse nach Kaltenkirchen ein sehr attraktives Angebot in den Metropolenverkehren geschaffen.

Beim Schienenprojekt „S 4 Ost“ von Bad Oldesloe nach Altona hat die Deutsche Bahn AG bereits erste Ergebnisse über Vermessungsarbeiten, Baugrund­untersuch­ungen, Umweltverträglichkeitsstudien sowie Schall- und Erschütterungsexpertisen vorgelegt. Darüber hinaus hat die DB eine so genannte eisenbahnbetriebswissen­schaft­liche Untersuchung (EBWU) veranlasst. Dabei wird unter anderem ermittelt, wie viel Infrastruktur zwingend erforderlich ist, um das geforderte Betriebsprogramm stabil fahren zu können.

Hintergrund dieser Untersuchung ist insbesondere der Auftrag des Bundes, die Kosten so weit wie möglich zu reduzieren. Im Ergebnis wurde von den Experten festgestellt, dass das geplante fünfte Gleis in Hamburg-Wandsbek durch eine zweispurige Ausfädelung auf das Gütergleis ersetzt und somit entfallen kann und auch das dritte Gleis zwischen Ahrensburg-Gartenholz und Bargteheide verzichtbar sei, was einen vereinfachten Umbau des Bahnhofs Bargteheide ermöglichen würde. Damit würde allerdings auch der optionale Haltepunkt Delingsdorf entfallen.

Beide Länder werden nach den Worten von Horch und Meyer in den nächsten Wochen auf Basis der vorliegenden Planungsergebnisse entscheiden, ob die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung zur Grundlage der weiteren Planungen gemacht werden. Im Januar werden beide Parlamente darüber entscheiden.

Der Ausbau der A7 kommt nach Auskunft beider Ressortchefs ebenfalls gut voran. Die Beeinträchtigungen durch den Bau seien zwar erheblich, werden aber von allen Beteiligten bewältigt. Meyer: „Jeder, der die A7 nutzt, kann täglich sehen, was auf der Baustelle passiert. Die ersten Fahrbahnen sind asphaltiert, erste Brückenbauwerke platziert.“ Meyer und Horch dankten neben dem Baukonsortium VIA Solutions Nord vor allem dem Hamburger A-7-Koordinator Gerhard Fuchs für seinen Einsatz rund um das Projekt und ebenso dem Bund, der mit seiner Planungsgesellschaft DEGES das ÖPP-Vorhaben steuert und betreut.

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