Land in Sorge um künftige Erreichbarkeit der Insel Sylt per Autozug

Sylt-Shuttle: Land SH schickt Brandbrief an DB, RDC und Netzagentur – Wartezeiten und Stillstand befürchtet

Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele ist in großer Sorge um die Eisenbahn-Verbindungen von und nach Sylt. Mit dem ab nächstem Jahr geplanten Start des Eisenbahnunternehmens RDC Deutschland auf der Strecke sind nach Einschätzung von Experten vor allem auf den Bahnhöfen Niebüll und Westerland infolge der Rangiermanöver der Autozugbetreiber DB und RDC Überlastungen zu erwarten. «Der derzeit aufgestellte Fahrplan ist nicht fahrbar», heißt es in einem Brandbrief von Nägele an die Spitzen von Bahn AG, RDC und Bundesnetzagentur.

Regionalbahn der Deutschen Bahn an einem BahnübergangBei äußeren Störungen wie Verspätungen werde sich die Situation weiter verschärfen. Nägele und Fachleute der NAH.SH rechnen auch mit erheblich längeren Schließzeiten an den Bahnübergängen Tinnum und Niebüll. «Die Zuweisungen der Trassen durch die Bundesnetzagentur haben letztendlich zu der jetzigen Situation geführt», sagt Nägele. Deshalb müsse sich die Agentur aktiv an der Problemlösung beteiligen und künftig bei der Vergabe die Fahrbarkeit der Trassen rechtzeitig berücksichtigen. «Der grundsätzlich zu begrüßende Wettbewerbsgedanke im europäischen Schienenverkehr darf nicht dazu führen, dass die Insel Sylt durch ungelöste Konflikte im Bahnverkehr zeitweise faktisch stillgelegt wird.»

Ein Gedanke zu „Land in Sorge um künftige Erreichbarkeit der Insel Sylt per Autozug“

  1. Was für ein merkwürdiger „Brandbrief“! Angeblich droht ein Chaos wegen der Tassenvergabe durch die Bundesnetzagentur: Nur vergibt diese gar keine Trassen, sondern das macht die DB Netz AG. Die Bundesnetzagentur überprüft nur beabsichtigte Tassenablehnungen. Siehe Allgemeines Eisenbahngesetz, das der Staatssekretär wohl kennen sollte.
    Und war es nicht vor rund einem Jahr das Land selbst, dass Autozüge in Lindholm starten lassen wollte, ohne dass dort die notwendigen Ladevorrichtungen und Gleise existieren? Dann wäre schon dort das Chaos entstanden, das man jetzt befürchtet! Offenkundig spekuliert die Landespolitik auf das Kurzzeitgedächtnis der Bürger: Das ist peinlich.

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