Erster A-7-Bauabschnitt voraussichtlich Ende 2016 fertig

Minister Meyer und Senator Horch zufrieden: Bauarbeiten auf der A 7 liegen im Plan – für 2016 weitere Geduldsproben nötig

Abbruch der alten Bruecke im Zuge der Auffahrt Itzehoe Sued der A23

Die Verantwortlichen für den Ausbau der A7 in Schleswig-Holstein und Hamburg sind sehr zufrieden mit den etwas mehr als einem Jahr laufenden Arbeiten an der größten Autobahn-Baustelle Deutschlands. Auf einer Gesamtstrecke von 65 Kilometern vom Autobahndreieck Hamburg-Nordwest bis zum Bordesholmer Dreieck wird die beauftragte Projektgesellschaft Via Solutions Nord (VSN) GmbH & Co. KG bis zum Jahr 2018 die Fahrbahn erweitern. Insgesamt 72 Brückenbauwerke sind bis dahin zu sanieren, anzupassen oder neu zu bauen. Zudem entsteht in Hamburg-Schnelsen ab nächstem Jahr ein Lärmschutztunnel mit 550 Metern Länge.

eis_Meyer_Reinhard_020Verkehrsminister Reinhard Meyer sagte im Interview mit Deutschlandradio-Korrespondent Dietrich Mohaupt

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Zusammen mit Bernd Rothe von der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH gaben Meyer und sein Hamburger Amtskollege Frank Horch heute zudem einen Ausblick auf die Bauaktivitäten des kommenden Jahres.

Verbreiterung der A7

Erste erreichte Meilensteine waren in diesem Jahr der Abbruch der Brücken Frohmestraße und Heidlohstraße in Hamburg-Schnelsen sowie der Bau der Autobahnmeisterei von VSN in Nützen nördlich von Kaltenkirchen. Das nächste große Ziel im Rahmen des ÖPP-Projekts wird die Übergabe des Bauabschnitts 1 vom Bordesholmer Dreieck bis zur Anschlussstelle Neumün­ster-Nord an die Straßenbauverwaltung Schleswig-Holstein zum Jahresende 2016 sein. Reinhard Meyer: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass der erste Abschnitt im kommenden Jahr wie geplant übergeben wird und auch die gesamte Ausbaustrecke bis Ende 2018 fertig ist. Im ersten Jahr ist bereits rund ein Viertel der Gesamtstrecke betoniert worden.“

Insgesamt hat sich die zwischen den Ländern abgestimmte Verkehrsführung bewährt. Durch verschiedene Maßnahmen wird insgesamt erreicht, dass die Verkehrseinschränkungen so gering wie möglich gehalten werden: In der Regel sind wie bisher vier bzw. sechs Fahrstreifen verfügbar, mit besonderen Vorkehrungen für Großraum- und Schwertransporte. Die in diesem Jahr erforderlichen kurzzeitigen Vollsperrungen in der Nacht oder am Wochenende sind insgesamt gut verlaufen – nicht zuletzt, weil sie von den Verkehrsteilnehmern mit Verständnis begleitet wurden.

Senator Frank Horch: „Es freut mich sehr, dass die Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein bei diesem Projekt bisher sehr gut läuft. Sie ist bestimmt durch einen stetigen konstruktiven Austausch aller Beteiligten, auch mit den Anwohnern und Verbänden. Für die Menschen und den Waren- und Wirtschaftsverkehr ist der schnelle Ausbau dieser Hauptschlagader im Verkehrsnetz des Nordens von enormer Bedeutung.“ Die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit wird insbesondere bei den neuen Informationsdiensten wie der App A7-Nord und den mobilen Reisezeitanzeigen entlang der Strecke deutlich.

Verkehrsminister Meyer dankte vor allem den Autofahrerinnen und Autofahrern sowie der Logistikwirtschaft für die Geduld während der letzten Monate: „Auch wenn die Bauarbeiten bislang gut vorankommen, so ist ein solches Projekt für alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner natürlich mit erheblichen Beeinträchtigungen verbunden.“ Dennoch habe sich gezeigt, dass das Management der Baustelle gut funktioniere, Informationen über Unfälle rasch veröffentlicht werden und das Umleitungskonzept ebenso greife wie der gute Draht zwischen dem Verkehrskoordinator Gerhard Fuchs und den Anliegergemeinden, so Meyer.

Für den Bau des zweiten Tunnelabschnitts in Stellingen sind die weit vorangeschritten. Noch vor Weihnachten wird das Vergabeverfahren für die Hauptbauleistungen mit der Zuschlagserteilung abgeschlossen sein.

Der Neubau der Langenfelder Brücke kommt laut Horch ebenfalls gut voran: Mittlerweile ist der östliche Brückenüberbau vollständig zurückgebaut. Der Einschub der neuen Brücke läuft bereits, und die erste Phase mit dem Einschub aus Richtung Süden wurde am vergangenen Wochenende abgeschlossen. Jetzt beginnen die Vorbereitungen für die 2. Phase, den Einschub des zweiten neuen Brückenteils von Norden. Voraussichtlich Ende des 1. Quartals 2016 ist die Stahlkonstruktion vollendet.

 Geplante Sperrungen auf der A7 im Jahr 2016

Im Jahr 2016 werden im Zusammenhang mit den Arbeiten an Brückenbauwerken einzelne Sperrungen von Teilabschnitten – jeweils nachts bzw. am Wochenende – erforderlich. Über die Termine und verkehrlichen Beeinträchtigung wird rechtzeitig informiert.

Quartal I/2016: einmalige Sperrung für 12 Stunden zwischen den Anschlussstellen HH-Schnelsen-Nord und Kaltenkirchen wegen des Ausbaus der Traggerüste an den Brücken Am Hagen/Spann, Kadener Weg und Wirtschaftsweg Schirnau.

Quartal I/2016: einmalige Sperrung für 12 Stunden zwischen den Anschlussstellen Neumünster-Nord und Neumünster-Mitte wegen des Ausbaus eines Traggerüst an der Brücke Prehnsfelder Weg

Quartal II/2016: zweimalige Sperrungen für jeweils 12 Stunden zwischen den Anschlussstellen Quickborn und HH-Schnelsen-Nord wegen des Abbruchs und Einbaus eines Traggerüsts an der Brücke Norderstedter Straße

Quartal II/2016: wechselseitige Sperrungen für jeweils 8 Stunden zwischen den Anschlussstellen HH-Stellingen und dem Dreieck HH-Nordwest wegen des Einbaus von Brückenfertigteilen an der Brücke „Niendorfer Gehege“

Quartal III/2016: einmalige Sperrung für 12 Stunden zwischen der Anschlusstelle Quickborn und HH-Schnelsen Nord wegen des Ausbaus des Traggerüsts an der Brücke Norderstedter Straße

Quartal III/2016: einmalige Sperrung für 55 Stunden zwischen den Anschlussstellen HH-Stellingen und dem Dreieck HH-Nordwest wegen Abbruchs der Bestandsbrücke „Niendorfer Gehege“

Und hier die Präsentation von DEGES-Chef Rothe anlässlich der heutigen Pressekonferenz in Hamburg:

zur Präsentation hier klicken

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