Arbeitslosigkeit im Norden ein weiteres mal gesunken

Die Zahl der Arbeitslosen in SH ist im Februar erneut gesunken. Es waren 104.800 Menschen ohne festen Job. Das sind 1600 oder 1,5 Prozent weniger als im Februar 2015

Stapellauf bei der FSG

Arbeitsminister Reinhard Meyer zeigte sich zufrieden: Es sei die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Februar seit 1993. Auch im Vergleich zum Januar habe sich die Arbeitslosigkeit leicht um 214 oder 0,2 Prozent reduziert. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 6,9 Prozent. Im Februar 2015 lag sie bei 7,1 Prozent.

Nach den Worten von Meyer bleibe die Aufnahme von Flüchtlingen mit gesicherter Bleiberechtsperspektive einerseits eine wesentliche Herausforderung, führe andererseits aber auch zu einer hohen Nachfrage von Arbeitskräften, die für die Betreuung der Flüchtlinge erforderlich sind. Dies betreffe insbesondere die Sicherheitsbranche, soziale und beratende Berufe sowie den Wohnungsbau und die Cateringbranche.

Mit gegenwärtig 15.5642 arbeitslosen Ausländern ist Ausländerarbeitslosigkeit erneut im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken (-0,5% bzw. -80). Der Anstieg zum Vorjahresmonat (+17,6% bzw. 2.343) lässt sich zu einem erheblichen Anteil auf die gestiegenen Flüchtlingszahlen zurückführen. Die Ausländerarbeitslosenquote beträgt gegenwärtig 21,6%.

Die steigende Arbeitskräftenachfrage ist laut Meyer ebenfalls ungebrochen. So stehen bereits im Februar 2016 deutlich mehr Jobs zur Verfügung (+24,9% bzw. 2.736) als im Februar 2015. Auch im Dezember stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 27.700 bzw. 3,1%. Ein großer Teil des Zuwachses ist hierbei auf die Umwandlung von vorherig geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen im Zuge der Einführung des Mindestlohns zurückzuführen.

„Trotz der aktuellen Februar-Werte müssen wir weiterhin die Gruppen auf dem Arbeitsmarkt im Blick behalten, die nur zum Teil an der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes teilhaben“, sagte Meyer mit Blick auf den Anstieg der saisonbedingten Jugendarbeitslosigkeit im Februar. Auch die Gruppe der Langzeitarbeitslosen oder die  Älteren konnten nicht ausreichend von der guten Arbeitsmarktlage profitieren. „Ihre Werte sinken zwar im Zuge der allgemeinen Arbeitsmarktentwicklung im Vergleich zum Vormonat, der Vorjahresvergleich zeigt jedoch einen leichten Anstieg“, sagte Meyer. Er erinnerte daran, dass die Landesregierung im Rahmen des Landesprogramms Arbeit mit weiteren 11 Modellprojekten die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt fördere.

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