Investitionsschub von der Rader Brücke bis zur Haaler Au

Raum Rendsburg: Bund, Land und Kreis investieren bis Jahresende weit über 14 Millionen Euro ins Straßen- und Brückennetz

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Kräftiger Investitionsschub in das Straßen- und Brückennetz im Raum Rendsburg. Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer und Matthias Paraknewitz vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV -SH), heute in Rendsburg erläuterten , werden in diesem Jahr allein rund 14 Millionen Euro in sieben Straßen- und sieben Brückenbauprojekte investiert. Die Investitionen aus Bundesmitteln betragen dabei rund neun Millionen Euro, rund fünf Millionen Euro kommen vom Kreis und dem Land.

eis_Meyer_Reinhard_020Meyer sagte bei
dem Pressegespräch
(Audiopfeil klicken)

Nach den Worten von Meyer wird aufgrund der besonderen Verkehrsbedeutung vor allem weiter in die Rader Hochbrücke im Zuge der A 7 investiert. So seien nach einer Generalüberholung die drei an der Brücke hängenden Besichtigungswagen inzwischen fertiggestellt und sollen in den nächsten Tagen einer TÜV-Überprüfung unterzogen werden. „Danach kann die Brückenprüfung mit der Kontrolle der rund 150 Kilometer langen Schweißnähte an der Fahrbahnblechunterseite zum Abschluss gebracht werden“, so LBV-Niederlassungschef Paraknewitz. Mit dem Ergebnis und den abschließenden Nachweisen der statischen Überprüfung der Brücke werde dann entschieden, ob noch weitere Verstärkungs- oder Instandsetzungsmaßnahmen am Stahlüberbau erforderlich werden und ob die Brücke bis 2026 halte. Vorgesehen ist zudem für Ende Mai eine rund einwöchige Instandsetzung des Asphaltbelages in der Fahrtrichtung Nord bei einer einstreifigen Verkehrsführung.

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Meyer (rechts) mit Hans-Ulrich Ehlert (mitte) und Matthias Paraknewitz vom LBV SH

Zu den herausragenden Bauprojekten in der Region während der kommenden Monate gehören zwei Deckenerneuerungen auf der A 210 von Rendsburg nach Bredenbek und von Melsdorf nach Achterwehr. Jeder Streckenabschnitt ist etwa 6,5 Kilometer lang und kostet rund vier Millionen Euro. Meyer: „Unser Landesbetrieb hat die Baustelle extra in die Sommerferien gelegt, weil dies eine für den Urlaubsverkehr weniger wichtige, aber für den Pendlerverkehr bedeutsame Strecke ist und der Verkehr insgesamt in diesem Zeitraum am geringsten ist.“ Die Erneuerung der Lärmschutzwände an der B 202 im Bereich von Osterrönfeld ist laut Paraknewitz in Vorbereitung, um in 2017 realisiert zu werden.

Wie Meyer und Paraknewitz weiter erläuterten, sind in diesem Jahr zudem in Rendsburg die Brücken im Zuge des Danziger Weges und der Berliner Straße über die
B 77 instand zu setzen. Die Tragfähigkeit der aus den 70er Jahren stammenden Brücke an der Berliner Straße wird durch die Instandsetzung so erhöht, dass künftig auch wieder Schwertransporte möglich sind. Ebenfalls auf der Reparaturliste: Die durch einen Lkw-Unfall beschädigte Brücke des Danziger Wegs über die B 77 auf der Südseite des Kanaltunnels Höhe Westerrönfeld. Auch sie soll – nach einer vorübergehenden Einschränkung auf Verkehre bis maximal 16 Tonnen – bald wieder Lkw bis zu 40 Tonnen tragen. Beide Bauwerke liegen im Rampenbereich des Kanaltunnels Rendsburg, so dass die Arbeiten erst nach der Freigabe der östlichen Tunnelröhre begonnen werden können.

Ebenfalls im Stadtgebiet Rendsburg ist in der Kieler Straße bei Nobiskrug eine Brücke über einem Industriegleis zu sanieren. Weitere Brückeninstandsetzungen sind im Zuge der Kreisstraße 41 über die A 7 bei Kleinvollstedt und im Zuge der Landesstraße 121 über die B 430 bei Aukrug für jeweils rund 400.000 Euro vorgesehen.

Das Erhaltungsprogramm im Kreisgebiet steht unter dem Vorbehalt der Finanzierung und der Zuweisung von Fördermitteln. Nach den Worten von Meyer wird das Förderprogramm des Landes für kommunale Straßenbauvorhaben kurzfristig bekannt gegeben.

In diesem Rahmen soll in Todenbüttel die lastbeschränkte Brücke im Zuge der Kreisstraße 82 über die Haaler Au für rund 1,5 Millionen Euro erneuert werden. Weitere Deckenerneuerungen plant der Kreis Rendsburg Eckernförde in der Region Rendsburg für die K 2 bei Bünsdorf, die K 30 zwischen Schülldorf und Haßmoor, die K 45 zwischen Nortorf und Brammer und die K 85 bei Beringstedt. In diesem Jahr abgeschlossen wird der Radweg an der K 92 von Großkönigsförde bis Revensdorf bei Gettorf.

„Alle Bauvorhaben werden eng mit allen Beteiligten abgestimmt, um die verkehrlichen Beeinträchtigungen der Anlieger und für die Verkehrsteilnehmer während der Bauzeit so gering wie möglich zu halten“, so Verkehrsminister Meyer. Er bat die Anwohner und Verkehrsteilnehmer sowie das Speditionsgewerbe um Verständnis und Geduld: „Wir brauchen eine intakte Infrastruktur und werden sie herstellen, aber dafür sind zeitweise Beeinträchtigungen leider unvermeidlich.“

 

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