Mehr Spielraum und Planungssicherheit für Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein mit ihren 5 Beratungsstellen

Für die kommenden vier Jahre erhält die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. (VZSH) mit ihren Beratungsstellen in Flensburg, Heide, Kiel, Lübeck und Norderstedt einen um 25 Prozent auf 870.000 Euro erhöhten jährlichen Landeszuschuss sowie 25.000 Euro pro Jahr für förderfähige Projekte. „Wir reagieren damit auf Erkenntnisse gemeinsam eingesetzter Gutachter und stellen uns zugleich der Herausforderung, Verbraucherinformation und Verbraucherschutz trotz angespannter Haushaltslage finanziell abzusichern und das Angebot für die Kundinnen und Kunden der VZSH zu optimieren“, sagte Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute bei der Übergabe eines entsprechenden Förderbescheides für 2016 an Geschäftsführer Stefan Bock.
Vorausgegangen war im letzten Jahr eine von externen Beratern begleitete Analyse von Aufgaben und Organisation der VZSH. Dabei wurden unter anderem die Kernaufgaben und die Kernorganisation klar definiert. Zur künftigen Kernorganisation zählen in der Geschäftsstelle in Kiel insgesamt neun Personalstellen für Geschäftsführung, Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und digitale Kommunikation sowie eine anteilig finanzierte Personalstelle für Verbraucherbildung und Personalstellen für die Kernthemen Verbraucherrechte, Finanzdienstleistungen und Lebensmittel sowie Ernährung. Zu den Kernaufgaben zählen Information, Beratung, Interessenvertretung und Bildung.
Wie Nägele sagte, dürfe Verbraucherpolitik nicht losgelöst von wirtschaftlichen Zielsetzungen wie Wirtschaftswachstum oder der Schaffung von Arbeitsplätzen gesehen werden. „Verbraucherpolitik als Teil einer modernen Wirtschaftspolitik bedeutet vor allem, wettbewerbliche Vielfalt zuzulassen und gleichzeitig nachhaltiges und eigenverantwortliches Konsum- und Verbraucherverhalten zu fördern“, so der Staatssekretär. Aktuelle Fälle wie Lebensmittelskandale, Finanzmarktkrisen, die Energiewende, steigende Kosten im Gesundheitswesen oder die rasante Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien würden die Menschen vor immer komplexere Entscheidungen stellen. Nägele: „Deshalb haben wir die Verbraucherzentrale ein weiteres Mal gestärkt und ihr vor allem für die kommenden vier Jahre Planungssicherheit gegeben.“