Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein auf dem niedrigsten März-Stand seit 1993

Frühlingshoch: Die Arbeitslosigkeit zwischen Nord- und Ostsee sinkt weiter – trotz gestiegener Flüchtlingszahl.

Angesichts des erneuten Rückgangs der Arbeitslosigkeit auf den tiefsten März-Stand seit 23 Jahren zeigte sich Arbeitsminister Reinhard Meyer mit den heute vorgelegten Daten der Bundesagentur für Arbeit zufrieden:  „Im Vorjahres­ver­gleich sind 27.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden und ein großer Teil dieses Zuwachses geht auf die Umwandlung von vormals geringfü­gigen Beschäftigungsverhältnissen im Zuge der Einführung des Mindestlohns zurück“, sagte er. Insgesamt sank die Zahl der Arbeitslosen im März im Vergleich zum Februar um 3.567 auf 101.208, und auch im Vergleich zum März 2015 sank die Zahl der Menschen ohne Job um 1.286. Die Arbeitslosenquote liegt gegenwärtig bei 6,7 Prozent.

Nach Einschätzung von Meyer ist auch die Perspektive für die nächsten Monate stabil: „Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein ist auf Kurs, die Arbeitskräftenachfrage und auch die aktuellen Ausbildungsmarktdaten sind positiv.“ Mit aktuell über 9800 unbesetzten Stellen auf rund 8.700 unversorgte Bewerber sowie knapp 20.000 gemeldeten offenen Jobs seien einerseits die Voraussetzungen für die Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung gut, andererseits aber auch die Teilhabe aller benachteiligten Gruppen auf dem Arbeitsmarkt. Meyer appellierte in diesem Zusammenhang nochmals an die Betriebe im Land: „Die schleswig-holsteinische Wirtschaft darf trotzdem in ihrem Engagement zur Integration von Flüchtlingen und zur Bekämpfung des drohenden Fachkräftemangels nicht nachlassen.“

Besonders stark ausgeprägt waren die Beschäftigungszuwächse ist in den Sektoren Gesundheits- und Sozialwesen (+5.800), unternehmensnahe Dienstleistungen (+3.700), Handel (+3.500) sowie im Gastgewerbe (+2.500).  Im Gastgewerbe ist – parallel zum Wachstum des Tourismus in Schleswig-Holstein – seit Dezember 2011 die Zahl der Beschäftigten von 28.900 auf 35.100 Beschäftigte angestiegen. Zugleich stieg ebenfalls die Zahl der freien sozialversicherungspflichtigen Stellen gegenüber dem Vorjahr kräftig auf 19.685 gemeldete Stellen seit Jahresbeginn (+2.391 bzw. 13,8%)

Meyer erinnerte daran, dass das Land mit dem Landesprogramm Arbeit unter anderem den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt unterstütze und Personengruppen, die bisher nur geringfügig an der positiven Arbeitsmarktentwicklung partizipieren konnten, mit Projekten im Umfang von insgesamt 200 Millionen Euro unterstützt. Daneben startet die Landesregierung im Sommer gemeinsam mit Agenturen für Arbeit und Jobcentern mit dem Projekt BÜFAA.SH (Begleiteter Übergang für Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung in Schleswig-Holstein) eine Maßnahme mit dem Ziel, noch in diesem Jahr 1.200 Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive, Geduldete mit Arbeitsmarktzugang und Asylberechtigte in den schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt zu integrieren. BÜFAA-SH steht dabei als vom Land mitfinanziertes Projekt Seite an Seite mit weiteren Maßnahmen und Programmen der Jobcenter und Agenturen.

Unter den Kreisen im Norden hat weiterhin Stormarn die niedrigste Arbeitslosenquote, mit derzeit 3,8 Prozent. Schlusslicht ist Dithmarschen mit 8,0 Prozent. Die niedrigste Quote bei den kreisfreien Städten hat Flensburg mit 9,6 Prozent, die höchste Kiel mit 10,4 Prozent.

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