Meyer: Naturschutzgesetz und Tourismus sind gut vereinbar – Kommunen müssen Weichen stellen
Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen SPD, Grüne und SSW sowie der Piratenfraktion hat der Landtag nach kontroverser Debatte die Überarbeitung des Landesnaturschutzgesetzes verabschiedet. Umweltminister Robert Habeck (Grüne) sagte, das Gesetz stelle eine fein austarierte Balance zwischen Nutzen und Schützen her. «Es hilft, das wenige, was wir an artenreicher Natur noch haben, zu erhalten.» Kernpunkte des Gesetzes sind unter anderem dieWiedereinführung des Vorkaufsrechts für ökologisch besonders wertvolle Naturflächen und ein erweiterter Biotopschutz. CDU und FDP kritisierten das Gesetz in der vorangehenden Debatte scharf.
Mit Blick auf die Auswirkungen auf den Tourismus sagte Wirtschaftsminister reinhard Meyer (Audiopfeil klicken)
Wie der Minister weiter sagte, setze ein naturnaher Tourismus zweifellos den Schutz der Natur voraus. Gerade für den „echten Norden“ seien Natururlauber und so genannte „Entschleuniger“ enorm wichtige Zielgruppen. Meyer: „Gerade für sie sollte Natur erlebbar bleiben.“
Naturschutz und Tourismus seien also keine Gegensätze, sie müssen nur vernünftig zusammengebracht werden.Die Änderungen im Naturschutzgesetz seien vor diesem Hintergrund ein guter Kompromiss. Vorausschauende Gemeinden hätten jetzt das passende Instrumentarium an die Hand bekommen und fünf Jahre Zeit, ihre Flächennutzungspläne entsprechend zu gestalten.Meyer: „Es gilt Bestandsschutz – für Bebauung sowieso, aber auch für B-Pläne in der Aufstellungsphase.“
Zudem erinnerte er daran, dass auch Mecklenburg-Vorpommern eine entsprechende Regelung für seine Küstenlinie habe.