Albig und Meyer ziehen positive Bilanz ihrer einwöchigen China- und Japanvisite

Albig und Meyer ziehen positive Bilanz der China- und Japanreise – Heimflug mit konkreten Projekten im Gepäck

Kobe2

Mit zahlreichen konkreten Kooperationsvereinbarungen im Gepäck treten heute Nacht Ministerpräsident Torsten Albig und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer zusammen mit ihrer Delegation die Heimreise nach Deutschland an. Neben der Zusage des Koyoter Dental-Unternehmens Shofu, am Standort in Lütjenburg im Kreis Plön in Forschung und damit in Personal zu investieren, gibt es weitere gute Aussichten für den Mittelstand in Schleswig-Holstein.

China-wichtiger-Wachstumsmotor_ArtikelQuerDazu sagte Meyer soeben in einem Telefonat vor der Abreise
(Audiopfeil klicken)

Albig hat der japanischen Partnerregion in Kobe unterdessen Hilfe bei einer möglichen Abkehr vom Atomstrom angeboten. Gouverneur Toshizo Ido habe sich sehr interessiert an der Umsetzung der Energiewende in Schleswig-Holstein gezeigt, sagte Albig der Deutschen-Presse-Agentur. Ido sehe die Bedeutung von Atomkraft deutlich differenzierter als viele andere in Japan und wolle langfristig einen Atomausstieg. Ido setze derzeit zwar eher auf Methanvorkommen in der Tiefsee als auf Erneuerbare Energien wie Windkraft, aber: «Ich habe angeboten, dass wir überall da, wo dies gewünscht ist, auch gerne Hilfestellung geben, zum Beispiel in der Frage von Offshore-Technik».

albig1Albig wertete seinen Aufenthalt in Japan als sehr erfolgreich. In den Bereichen Bildung, Hochschulkooperation und auch ökonomisch habe es gute Fortschritte gegeben, sagte er zum Abschluss seiner Reise, die ihn zuvor nach China geführt hatte. «Man merkt, dass wir seit über 20 Jahren eine gewachsene Freundschaft, nicht nur Partnerschaft, mit der Präfektur Hyogo haben», sagte Albig in Japan. Als Beispiele nannte er die Vereinbarung von Kooperationen zwischen Hochschulen in Kobe und Kiel sowie zwischen dem norddeutschen Branchennetzwerk Life Science Nord und einem ähnlich ausgerichteten Verbund in der Partnerregion.

Albig zeigte sich beeindruckt davon, wie schnell in Japan und noch schneller in China Infrastrukturvorhaben umgesetzt werden. Er relativierte das aber unter Hinweis unter anderem auf die viel geringeren Beteiligungsrechte speziell in China. Es werde nicht funktionieren, zugleich die chinesische Geschwindigkeit und die «deutsche Regelbezogenheit» haben zu wollen, «die uns auch schützt».

In Kobe zeichnete Albig Gouverneur Ido wegen dessen Engagements mit dem Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein aus. Ido verlieh Albig den Hyogo Award. Diese gegenseitige Geste sei für ihn ein Höhepunkt des Besuchs gewesen, sagte Albig. Er wandelte in Kobe auch auf den Spuren von Ex-Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD). Sie hatte die Stadt unter anderem 1995 kurz nach einem schweren Erdbeben besucht und die Partnerschaft mit der Region Hyogo maßgeblich mit auf den Weg gebracht.

 

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