Konferenz im Landeshaus – Gute Wege zur guten Arbeit im „echten Norden“

Gute Wege zur guten Arbeit: Meyer appelliert an  Betriebe in SH – Mitarbeitern gute und flexible Angebote machen

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Die Zahl der Pendler, die in Schleswig-Holstein arbeiten und in einem anderen Bundesland wohnen, ist zwischen 2004 und 2014 um knapp ein Viertel gestiegen. «Beschäftigte, die viel Auto fahren, sind oftmals gestresst und bewegen sich zu wenig», warnte Stefan Heimlich, Vorsitzender des ACE Auto Club Europa e.V heute in Kiel. Bei einer Fachkonferenz im Landtag ging es um praktische Lösungen, die Pendlern den täglichen Arbeitsweg erleichtern. Als Optionen wurden Fahrgemeinschaften, Mitfahrbörsen, Carsharing oder Diensträder, die auch privat benutzt werden dürfen, genannt. Betriebe förderten zudem mit Jobtickets die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, hieß es. Eine funktionierende Mobilität komme nicht nur Betrieben, sondern auch den Beschäftigten zugute, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer.

Reinhard_MeyerMeyer sagte weiter

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Mit Mobilitätsmanagement steht laut Meyer und Heimlich heute ein erprobtes Instrument zur Verfügung, mit dem Betriebe die Arbeits- und Dienstwege ihrer Mitarbeiter gesünder, effizienter und nachhaltiger gestalten können. Die Teilnehmer der Konferenz diskutierten intensiv über das Konzept. Referenten stellten Praxisbeispiele aus der Region vor, die deutlich machten, dass sich bereits viele Betriebe in Norddeutschland gezielt mit der Mobilität ihrer Beschäftigten auseinandersetzen. Sie fördern beispielsweise die Nutzung von Fahrgemeinschaften, öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrrädern.

Foto Gute Wege Kiel 2„Beschäftigte sind heute besonders gefordert. Sie sollen flexibel, mobil und leistungsfähig sein“, betonte Heimlich. „Oft wird dabei aber vergessen, welche Belastungen und Risiken entstehen, wenn Mitarbeiter viel unterwegs oder gestresst sind. Innerhalb des Projektes ‚Gute Wege‘ unterstützen wir Lösungen für gesunde, kostengünstige und nachhaltige Arbeits- und Dienstwege von Beschäftigten.“

Sebastian Starzynski, Umwelt- und Mobilitätsmanager der Universität Kiel, zeigte, wie sich betriebliches Mobilitätsmanagement in der Praxis umsetzen und verankern lässt: In seinem Vortrag verdeutlichte er, wie wichtig eine umfassende Analyse des Standortes und des Mobilitätsverhaltens der Mitarbeiter ist. Nur so sei es möglich, passgenaue Lösungen zu entwickeln, die zum Betrieb und zu den Bedürfnissen der Beschäftigten passen.

Den praktischen Nutzen von Mobilitätsmaßnahmen stellten Christian Stamer, Verkehrsplaner im Tiefbauamt der Landeshauptstadt Kiel, und Heinrich Kählert, Vorstand StattAuto eG, heraus. Die Stadt Kiel setzt bereits seit 2008 erfolgreich auf Carsharing. Die Fahrzeuge stehen in unmittelbarer Nähe von verschiedenen Verwaltungsgebäuden und werden im Jahr mehrere Tausend Mal für Dienstfahrten genutzt. Carsharing ermöglicht es der Stadt, Kosten zu sparen, ohne bei Bedarf auf Fahrzeuge verzichten zu müssen.

ACE

 Über das Projekt „Gute Wege zur guten Arbeit“

Das Projekt „Gute Wege zur guten Arbeit“ des ACE Auto Club Europa setzt sich für betriebliches Mobilitätsmanagement ein. Das Konzept stärkt nachhaltige Mobilitätslösungen wie Fahrgemeinschaften, öffentliche Verkehrsmittel oder den Radverkehr. „Gute Wege zur guten Arbeit“ wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert und vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und seinen Mitgliedsgewerkschaften unterstützt.

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