Ausbau der B 404 zur A 21 bei Löptin: Rammarbeiten gehen in die Vollen

A 21 bei Löptin: Arbeiten an „unterirdischer Moorbrücke“ laufen seit April auf Hochtouren

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Nachdem die Bauarbeiten an der künftigen A 21 bei Löptin (Kreis Plön) wegen Untersuchungen des moorigen Untergrunds für einige Wochen ruhen mussten, laufen seit April die Arbeiten wieder auf Hochtouren.

Wie Matthias Paraknewitz, Leiter der Rendsburger LBV-SH-Niederlassung, heute bei einem Ortstermin mit Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele sagte, sind auf der Westseite bereits 590 Pfähle in den Boden eingerammt worden. Auf der Ostseite wurde ebenfalls mit dem Einrammen von bis zu 15 Meter langen Betonpfählen begonnen. Insgesamt werden zur Gründung der Straße 1260 Fertigrammpfähle mit einer Gesamtlänge von 17,3 Kilometern verbaut. Auf diesen Pfählen wird die künftige Straße gegründet, also der Straßendamm aufgeschüttet und die Fahrbahn asphaltiert.

NaegeleStaatssekretär Nägele sagte im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto

(Audiopfeil klicken)

Auf der Westseite sind laut Paraknewitz bereits rund 12.000 Kubikmeter mooriger Boden ausgehoben worden. Weitere 78.000 Kubikmeter folgen noch, teilweise im Schutz einer Spundwand. In einem weiteren Bereich kann der Boden jedoch nicht vollständig ausgetauscht werden. Hier erfolgt eine Dammschüttung in drei Abschnitten. Bevor hier die Arbeiten fortgesetzt werden können, muss der künftige Straßenkörper mindestens 150 Tage durch Erdmassen „vorbelastet“ werden, um Setzungen aus dem Untergrund vorwegzunehmen, so Paraknewitz weiter.

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Nägele (rechts) mit dem Rendsburger LBV-SH-Niederlassungsleiter Matthias Paraknewitz

Ab dem Frühjahr 2017 wird der Verkehr auf der neuen Fahrbahn in Richtung Segeberg fließen und die Anschlussstelle für die L67 und die L 49 in Betrieb genommen. Vollständig kann die Anschlussstelle erst in Betrieb gehen, wenn die zweite Richtungsfahrbahn (von Bad Segeberg nach Kiel) ebenfalls fertiggestellt wurde. Die Gesamtfertigstellung für den 4,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Löptin und Nettelsee ist für 2018 vorgesehen.

Die Gesamtbaukosten des Bauabschnittes 3b, Nettelsee bis Stolpe, belaufen sich auf ca. 66,3 Millionen Euro. Die Baukosten des zurzeit in der Ausführung befindlichen Auftrages betragen 15 Millionen Euro.

Verkehrs-Staatssekretär Nägele appellierte an die Autofahrerinnen und Autofahrer, sich in Geduld zu üben: „Uns ist klar, dass die kurvige Baustelle zu Zeitverzögerungen führt – insbesondere auch für das Logistikgewerbe. Aber das so genannte Bauen unter Verkehr erfordert leider Kompromisse. Doch nur wenn wir heute bauen, machen wir die Straßen von morgen besser, sicherer und zuverlässiger.“

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