Schub für die Westküste: Covestro baut Produktion in Brunsbüttel aus

Meyer erfreut über Millionen-Invesitionsschub in Brunsbüttel: Covestro erweitert Kapazität

Tag der offenen Tür im ChemCoastPark Brunsbüttel

Als „enormen Schub für die Westküste und guten Tag für Wirtschaft und Arbeitsplätze im Land“ hat Wirtschaftsminister Reinhard Meyer die Ankündigung des  Werkstoffherstellers Covestro (ehemals Bayer) bezeichnet, seine Kunststoff-Fertigung am Standort Brunsbüttel massiv auszubauen. Es geht dabei um eine Investition in dreistelliger Millionenhöhe, um die Produktionskapazität für die Schaumstoff-Komponente MDI zu erweitern.

Dafür soll eine bestehende und bereits stillgelegte Anlage für das Vorprodukt TDI auf die Produktion von MDI umgestellt werden. Insgesamt ist am Standort laut Covestro in etwa eine Verdoppelung der Produktionskapazität auf rund 400.000 Tonnen MDI pro Jahr vorgesehen. Die Inbetriebnahme des neuen Anlagenkomplexes ist für Ende 2018 geplant.

Reinhard_MeyerMeyer sagte dazu am Abend

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MDI (Diphenylmethan-Diisocyanat) wird zur Herstellung von Polyurethan-Hartschaum benötigt, der vor allem für die effiziente Wärmedämmung von Gebäuden und in der gesamten Kühlkette eingesetzt wird. Die dabei erzielten Energieeinsparungen führen zu einer deutlichen Senkung von CO2-Emissionen. TDI (Toluylen-Diisocyanat) wiederum ist eine zentrale Komponente für weichen Polyurethan-Schaumstoff, der unter anderem in Matratzen, Polstermöbeln und Autositzen Verwendung findet. Die Herstellung dieses Vorproduktes bündelt Covestro auf europäischer Ebene am Standort Dormagen.

„Der geplante MDI-Anlagenkomplex ist ein Meilenstein hinsichtlich Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Produktivität und erfüllt höchste Sicherheitsstandards“, betonte Standort- und Produktionsleiter Dr. Steffen Kühling. Das Projekt sei zudem ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort Brunsbüttel und helfe, Arbeitsplätze im Betrieb und in der Region zu sichern.

Der Covestro Industriepark Brunsbüttel ist für den MDI-Ausbau besonders geeignet, weil dort Rohstoffe und weitere Vorprodukte verfügbar und die nötige Infrastruktur vorhanden sind. Hinzu kommt die große Kompetenz und Erfahrung der Mitarbeiter.

Die behördliche Genehmigung zur Umrüstung liegt Covestro seit März 2014 vor. Gestattet ist demnach eine Kapazitätserweiterung um bis zu 220.000 Jahrestonnen MDI. Während der Umbaumaßnahmen werden zusätzlich rund 300 Mitarbeiter von Dienstleistern vor Ort beschäftigt sein.

Über Covestro:

Mit einem Umsatz von 12,1 Mrd. Euro im Jahr 2015 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Covestro, vormals Bayer MaterialScience, produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigte Ende des ersten Quartals 2016 rund 15.700 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

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