Ab heute: Geänderte Unterlagen zur Beltquerung liegen erneut zur Einsichtnahme aus

Fehmarnbelt-Tunnel: Öffentliches Anhörungsverfahren für überarbeitete Antragsunterlagen beginnt.

Dänen endgültig für Ostsee-Tunnel nach Deutschland

Vom 12. Juli bis 12. August 2016 werden sämtliche Unterlagen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern öffentlich ausgelegt. Und zwar hier: Orte_und_Termine. Die Einwendungsphase endet am 26. August 2016.

Übergabe des Planfeststellungsantrages zur Fehmarnbelt-Querung in Kiel

Digital sind die Planänderungsunterlagen hier einzusehen

Der Antrag auf Planfeststellung für den deutschen Teil des Fehmarnbelt-Tunnels war erstmalig im Oktober 2013 eingereicht worden, das erste Anhörungsverfahren fand zwischen 2014 und 2015 statt. Insgesamt gingen dabei rund 3.100 Einwendungen und Stellungnahmen von Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen sowie Behörden ein. Femern A/S und der LBV-Lübeck haben daraufhin für das nun beginnende zweite Beteiligungsverfahren den Antrag in enger Absprache mit den Behörden und im Ergebnis des Erörterungstermins erweitert und in einigen Bereichen aktualisiert. Dabei wurden die Ergebnisse des ersten Anhörungsverfahrens ebenso berücksichtigt wie neue relevante Gerichtsurteile zu anderen Vorhaben, geänderte Richtlinien, erneute Untersuchungen der Umweltbedingungen sowie Anforderungen deutscher Behörden. So enthält der geänderte Antrag nun beispielsweise einen neuen Bericht gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie und erweiterte Planungen für Umweltausgleichsmaßnahmen sowie Umweltkontroll- und Überwachungsprogramme.

Der Antrag auf Planfeststellung für den Fehmarnbelt-Tunnel basiert auf umfassenden Untersuchungen, die vor allem deutsche und dänische Experten in den Bereichen Umwelt, Sicherheit auf See, Geotechnik, Tunnelsicherheit und Notfälle sowie das technische Beratungsbüro Rambøll-Arup-TEC mehrere Jahre lang durchgeführt haben. Dementsprechend enthält der Antrag eine ausführliche Beschreibung des zu errichtenden Tunnels sowie der Wahl der Linienführung, der Bauverfahren, der technischen Bauwerksalternativen und nicht zuletzt der Umweltauswirkungen des Projekts.

Nach Ende der Frist für die Einwendungen am 26. August 2016 übergibt die Anhörungsbehörde alle erhaltenen Einwendungen an die Vorhabenträger Femern A/S und LBV-Lübeck, deren Juristen sowie Sicherheits- und Umweltexperten mit der ausführlichen Beantwortung der FRagen beginnen werden.

Femern A/S wird, wie auch schon bei der letzten öffentlichen Auslegung der Planfeststellungsunterlagen, eine Reihe von Sprechstunden in ausgewählten Rathäusern durchführen, in denen der Antrag ausgelegt wurde. Dort erhalten Bürger Unterstützung dabei, sich in den umfangreichen Antragsdokumenten zu orientieren.

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