Hamburg und Schleswig-Holstein loten Wirtschaftskontakte in den Iran aus

Meyer und Horch führen Wirtschaftsdelegation für eine Woche in den Iran

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Meyer und Horch beim Abflug

Zusammen mit rund 60 Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft werden Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute  zu einer einwöchigen Delegationsreise in den Iran aufbrechen. Im Mittelpunkt stehen vor allem Gespräche und Kontakte rund um die Themen Maritime Technologien und Erneuerbare Energien.  Meyer wird am Sonntag in Teheran unter anderem eine neue Industrieanlage der Kieler Maschinen- und Tiefdruckfabrik „Hell Gravure Systems“ in Betrieb nehmen.

„Hamburg und Schleswig-Holstein werden im Ausland als eine Region wahrge­nommen, so dass auch eine gemeinsame Delegationsreise sinnvoll ist“, sagte Meyer. „Uns haben viele Unternehmen deutlich gemacht, dass sie ein großes Interesse an einer Wiederbelebung der traditionell starken Wirtschaftsbeziehungen zum Iran haben und diese Chance nun nach dem Wegfall der Sanktionen auch schnell ergreifen wollen.“  Der Minister erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass ein Großteil der heutigen iranischen Industrie-Anlagen noch aus deutscher Produktion stamme und man allein schon deshalb viele Anknüpfungspunkte habe.

eis_Meyer_Reinhard_020Meyer sagte zu den Zielen der Reise

(Audiopfeil klicken)

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch erinnerte daran, dass rund 500 Hamburger Firmen persisch geführt seien und die Hansestadt bereits seit 1858 Standort des Generalkonsulats der Islamischen Republik Iran sei. Noch vor Teheran gelte  Hamburg beispielsweise als der größte Teppichumschlagplatz der Welt.

Wie Meyer sagte, hätten beide norddeutschen Nachbarn  wirtschaftliche und technologische Kompetenzen, die für iranische Unternehmen hochinteressant seien – etwa im Bereich der Erneuerbaren Energien, der Maritimen Wirtschaft, im Maschinenbau und der Medizintechnik. So hatte sich 2015 bereits eine iranische Delegation in Brunsbüttel über moderne Abfallentsorgungssysteme informiert.

Die Delegation wird am 17. November in Hamburg zurückerwartet. Hier ein paar Schlüsseldaten zur wirtschaftlichen Situation des Iran: Wirtschaftsdaten Iran

Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet heute so über die Reise: zum Welt-Artikel

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