Gebeutelte Sylt-Pendler erhalten eine Entschädigung für Qualitätseinbußen

Land und NAH.SH beschließen finanzielle Entschädigung der Bahn-Pendler zwischen Niebüll und Westerland

Nord-Ostsee-Bahn (NOB) im Bahnhof von Weterland

Pendler, die zwischen Niebüll und Westerland oder zwischen Heide und Itzehoe unterwegs sind, erhalten eine Entschädigung für die gravierenden Qualitätseinbußen in den letzten Wochen. Das haben das Land Schleswig-Holstein und die NAH.SH GmbH heute beschlossen.

wewersMeyer sagte zu dem Beschluss soeben

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Entschädigt werden Zeitkartenkunden – also Abonnenten, Monatskartenbesitzer und Wochenkartenbesitzer, die eine gültige Fahrkarte für den Zeitraum zwischen dem 11. November 2016 und dem 11. Dezember haben. Die Vereinbarung gilt für Pendler zwischen Niebüll und Westerland oder zwischen Heide und Itzehoe, bzw. von oder zu den kleinen Stationen zwischen Heide und Itzehoe. Die Entschädigung erfolgt pauschal und unabhängig vom Fahrkartenwert. Abonnenten und Monatskartenbesitzer erhalten 80 Euro, Wochenkartenbesitzer 20 Euro.

Verkehrsminister Reinhard Meyer: „Die NOB hat – unterstützt von anderen Bahnunternehmen – in den vergangenen Wochen mit Hochdruck daran gearbeitet, die Auswirkungen der Fahrzeugprobleme für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Das ist leider nicht an allen Stellen gelungen. Uns ist es daher wichtig, mit der Entschädigung ein Signal an die Pendler zu senden und zu zeigen, dass wir Ihre Sorgen im Blick haben.“

Es handelt sich bei der Entschädigung um eine einmalige, freiwillige Leistung des Landes und der NAH.SH GmbH. Details zum Erstattungsverfahren wird die NAH.SH GmbH in der kommenden Woche bekanntgeben.

NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers: „Vor allem Pendler über den Hindenburgdamm und zwischen Heide und Itzehoe konnten sich zuletzt nicht auf den Nahverkehr verlassen. Das bedauern wir sehr. Die Probleme auf der Marschbahn sind eine bisher in Schleswig-Holstein einmalige Ausnahmesituation. Wir arbeiten gemeinsam mit der NOB und der DB weiter daran, dass sich der Betrieb stabilisiert – vor allem in Hinblick auf den Betreiberwechsel am 11. Dezember.“

Weil die NOB wegen Kupplungsproblemen kurzfristig 90 Reisezugwagen aus dem Verkehr ziehen musste, ist es seit dem 10. November auf der Strecke Hamburg – Westerland zu großen Störungen im Betrieb gekommen. Vor allem zwischen Niebüll und Westerland fuhr die NOB teilweise mit deutlich verringerten Kapazitäten. Zugausfälle waren ebenfalls eine Folge der Engpässe. Die Linie RB 62 Heide – Itzehoe konnte die NOB aufgrund fehlender Fahrzeuge durchgehend nur mit Busersatzverkehr fahren. Deshalb haben sich Land und NAH.SH entschieden, Pendler auf diesen beiden Verbindungen zu entschädigen.

Weitere Informationen zum Nahverkehr in Schleswig-Holstein finden Sie unter www.nah.sh

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