„Bündnis für Industrie“ legt im ersten Quartal 2017 Handlungsempfehlungen vor

KN: Meyer sieht bei der Energiewende im Zusammenspiel mit Industriepolitik noch viel Luft nach oben

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Bündnis-Partner: Wirtschaft, Politik und Gewerkschaften – UV-Nord-Geschäftsführer Fröhlich, Meyer und DGB-Nord-Chef Polkaehn
Auf Initiative von SH-Wirtschaftsminister Reinhard Meyer haben die Wirtschafts-Ressortchefs der Küstenländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen an Bundesminister Sigmar Gabriel (SPD) einen angesäuerten Brief geschrieben. Es geht um Versäumnisse in der Energiewende: Diese „auch zu einem industriepolitischen Erfolg zu machen“, liege „sicher“ im gemeinsamen Interesse aller Akteure“, heißt es in dem Schreiben, über das die „Kieler Nachrichten“ in ihrer heutigen Ausgabe berichten.
eis_Meyer_Reinhard_020Meyer sagte nach der jüngsten Bündnis-Sitzung am 21. Dezember in Kiel weiter

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Meyer stützt sich dabei auf aktuelle Erkenntnisse des 2016 gegründeten Bündnis für Industrie in Schleswig-Holstein. „Wir wollen den Strom, den wir aus Windkraft erzeugen, künftig nicht mehr wegwerfen, sondern ihn sinnvollerweise für industrielle Fragen nutzen“, sagt Meyer und zwar „zur Versorgung der Industrie in Brunsbüttel, zur Umwandlung in Wasserstoff und auch zur Methanisierung“. Gas als Versorgungsgut spiele eine immer größere Rolle.

Dänemark mache derzeit vor, wie es wesentlich besser funktionieren könne. Dass sich die Weltfirma Apple in Jütland ansiedelt, liege nicht zuletzt daran, dass dort die Kopplung von regenerativ erzeugtem Strom mit Wärme wesentlich besser funktioniere. „Wir haben das Gefühl, dass genau diese Fragen in Berlin nicht richtig beachtet werden und man den Fokus nur auf Netzausbau und Solaranlagen legt“, sagte der Minister.

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Bündnis-Auftakt im November 2015 in Büdelsdorf bei der Firma ACO Severin Ahlmann

Viel wichtiger sei es den norddeutschen Ländern jedoch, ihren Standortvorteil besser ausspielen zu dürfen und verschiedenste Möglichkeiten der Kopplung von Windkraft zu finden: mit dem Wärmemarkt, der Elektromobilität und der sogenannten Umwandlung in „Power to X“, also dem Wandel von Öko-Strom in Wasserstoff und andere Gase. Meyer: „Dahinter steht schlicht die Frage: Wer die Energiequellen der Zukunft hat, der wird auch die Industrieansiedlungen der Zukunft haben. Und die wollen wir gern in Norddeutschland, in Schleswig-Holstein.“

Meyer kündigt  für das erste Quartal 2017 konkrete Handlungsempfehlungen und einen Umsetzungsbericht mit den Schwerpunkten Energiewende, digitale Zukunft und maritime Wirtschaft an.

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