Arbeitsmarkt startet robust ins neue Jahr: Niedrigste Dezember-Arbeitslosenzahl seit 1993

Staatssekretär Nägele: Weniger Arbeitslose und mehr Jobs – Arbeitsmarkt im echten Norden startet robus in 2017

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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein ist nach den Worten von Schleswig-Holsteins Arbeits-Staatssekretär FRank Nägele in robuster Verfassung in das neue Jahr gestartet. Ende Dezember waren im nördlichsten Bundesland 92 800 Menschen ohne festen Job und damit 4,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Es war die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Dezember seit 1993, wie die Agentur für Arbeit heute in Kiel mitteilte. Die Arbeitslosenquote beträgt nunmehr 6,1 Prozent, nach 6,4 Prozent vor einem Jahr.

Dass die Arbeitslosigkeit zum Vormonat November um 3,8 Prozent zunahm, hat rein jahreszeitliche Gründe: Außenberufe wie der Bau und auch die Gastronomie haben im letzten Monat des Jahres einen geringeren Personalbedarf. «Ein Anstieg der Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat November ist für den Dezember saisonal typisch und daher nicht beunruhigend», bekräftigte die Regionalchefin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann.

Für 2017 stimmten positiv das weiterhin kräftige Wachstum der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und die unverändert hohe Arbeitskräftenachfrage. So seien im Laufe des Jahres 2016 rund 73 600 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden – 8,3 Prozent mehr als im Jahr davor.

Die Zahl der sozialversicherten Beschäftigten stieg 2016 nach den aktuellsten Angaben vom Oktober um 18 500 (2,0 Prozent) auf 953 800. Im Gesundheits- und Sozialwesen, bei wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Handel und im Baugewerbe entstanden neue Jobs in vierstelliger Höhe.

Gut 17 000 Ausländer waren im Dezember arbeitslos gemeldet und damit 2500 mehr als im gleichen Vorjahresmonat. Die Zunahme geht auf die gestiegene Zahl von Flüchtlingen zurück.

Unter den Kreisen hat derzeit Stormarn mit 3,4 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote und Dithmarschen mit 7,1 Prozent die höchste. Bei den kreisfreien Städten schwankt der Wert zwischen 8,6 Prozent in Lübeck und 9,1 Prozent in Neumünster. Seit der Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 ist die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein im Jahresdurchschnitt von 161 500 auf 95 000 gesunken.

Naegele«Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält weiter an und umfasst fast alle Personen- und Altersgruppen», kommentierte Arbeits-Staatssekretär Frank Nägele. Einzige Ausnahme seien die arbeitslosen Ausländer. Die Zahlen zeigten, dass die Entwicklung sehr robust sei. Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften werde es auch ermöglichen, die Integration von Schutzsuchenden und die weitere Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit voranzutreiben

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