Anstieg der Verkehrszahlen: Meyer ruft Planung der Rader Brücke neu auf die Tagesordnung

Überraschende Verkehrszahlen für Rader Hochbrücke – Meyer erneuert Forderung nach 6 Spuren

Die Rader Hochbrücke im Zuge der Autobahn A7

Angesichts der jüngsten Verkehrszählung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist es aus Sicht von Verkehrsminister Reinhard Meyer nötig, die bisherigen Planungen der neuen Rader Brücke noch einmal kritisch zu hinterfragen. Die BASt hatte bei ihrer Zählung, die alle fünf Jahre stattfindet, einen überraschend hohen Anstieg des Personen- und Güterverkehrs auf dem A-7-Abschnitt rund um das Rendsburger Kreuz festgestellt. Demnach ist die Zahl der Wagen auf der Rader Brücke seit der letzten Zählung im Jahr 2010 von 42.600 auf 54.200 Autos im Jahr 2015 gestiegen. Ein solcher Zuwachs war bislang erst für 2030 prognostiziert. Das Problem: Die bisherigen Planungen des Neubaus der maroden Rader Hochbrücke basieren auf hochgerechneten Zahlen der Erhebung aus 2010.

Während ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums heute in Berlin überraschend erklärte, dass es auch angesichts der neuen Datenlage keinen Grund gebe, die Rader Brücke auf sechs volle Spuren auszulegen, will Meyer diese Frage gemeinsam mit dem Bund und der mit dem Neubau beauftragten Planungsgesellschaft DEGES noch einmal erörtern.

Denn: Sollte bereits in den nächsten Jahren die Grenze von täglich 62.000 Autos überschritten werden, sehen selbst die Vorgaben des Bundes sechs statt der bislang geplanten vier Spuren (zuzüglich Standstreifen) vor. Auch die DEGES hat angekündigt, die Zahlen der BASt noch einmal zu analysieren. Wichtigste Maxime für Meyer: Am Zeitplan darf nicht gerüttelt werden – bis zum Jahr 2026 muss eine neue Rader Brücke über den Kanal führen.

meyer_telefonMeyer sagte dazu heute in einem Gespräch mit Pascal Hilgruber von  NDR 1 Welle Nord

(Audiopfeil klicken)

Besonders stark zugenommen hat die Zusatzbelastung der Rader Hochbrücke auch durch Schwerverkehr ab 3,5 Tonnen: Die Zahl der Lastwagen, Busse und Transporter kletterte um gut 45 Prozent auf rund 7750 täglich.

 Die Sicherheit auf der alten Brücke ist trotz der höheren Verkehrsbelastung bislang nicht bedroht. Erst vor wenigen Wochen wurde eine so genannte Hauptprüfung des Bauwerks abgeschlossen und dabei keine neuen oder außergewöhnlichen Schäden festgestellt. In der zweiten Hälfte des Jahres werden zudem Teile der Stahlkonstruktion verstärkt.

Stau auf Rader Hochbrücke im Zuge der der A7 Richtung Norden

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