SH-Förderbanken hebelten seit 2013 über 6,7 Milliarden Euro an Investitionen

Förderinstitute des Landes lösten seit 2013 rund 6,7 Milliarden Euro Investitionen von KMU im echten Norden aus

Die Förderinstitute in Schleswig-Holstein haben in den vergangenen vier Jahren mit ihren Krediten, Bürgschaften und Beteiligungen rund 100 000 Arbeitsplätze gesichert. Zudem hätten die Unternehmen im Land durch die Hilfen von Investitionsbank, Bürgschaftsbank und Mittelständischer Beteiligungsgesellschaft in den Jahren 2013 bis 2016 rund 6,7 Milliarden Euro investiert, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute in Kiel. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum rund 3200 Unternehmensfinanzierungen auf die Beine gestellt. Damit zeige sich, dass «unsere Förderfamilie» auch in wirtschaftlich guten Zeiten unverzichtbarer Bestandteil der Kredit- und Eigenkapitalversorgung ist.

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Meyer sagte bei der heutigen Förderpressekonferenz weiter

(Audiopfeil klicken)

Die Förderinstitute helfen vor allem kleinen Unternehmen, die von der Hausbank allein nicht den gewünschten Kredit bekommen. Die unterschiedlichen Institute ergänzten sich, sagte der Vorstandsvorsitzende der IB.SH, Erk Westermann-Lammers: Wenn Sicherheiten fehlten, gebe die Bürgschaftsbank Rückendeckung, bei Eigenkapitalmangel springe die Beteiligungsgesellschaft ein, bei Finanzierungslücken helfe die Investitionsbank.

Gefragt sind nach Angaben Meyers unter anderem Eigenkapitalprodukte wie der Beteiligungsfonds für kleine und mittelständische Unternehmen sowie ein Fonds, der Beteiligungskapital etwa für Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen zur Verfügung stellt. Westermann-Lammers betonte den wichtigen Beitrag, den die Förderung der drei Institute bei Existenzgründungen und Unternehmensübernahmen leiste. Rund 300 der 750 begleiteten Unternehmen 2016 waren demnach Gründungen oder Übernahmen.

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Förder-Banker Holger Zervas von der Bürgschaftsbank und IB.SH-Vorstandsvorsitzender Erk Westermann-Lammers

Der Blick auf die Förderstatistik 2016 belegt nach Aussage von Erk Westermann-Lammers, Vorstandsvorsitzender der IB.SH, den wichtigen Beitrag, den die Förderung der drei Institute bei Existenzgründungen und Unternehmensübernahmen leistet. Rund 300 der 750 in der Wirtschaftsförderung begleiteten Unternehmen waren Gründungen oder Übernahmen. Die drei Institute haben insgesamt 316 Millionen  Euro Förderung an den Mittelstand gezahlt. Damit wurden knapp 2 Milliarden Euro Investitionen ausgelöst. „Mit der Förderung konnten wir über 2.000 neue Arbeitsplätze schaffen und 17.000 Arbeitsplätze sichern“ erklärte Westermann-Lammers stellvertretend auch für seine Kollegen Holger Zervas und Hans-Peter Petersen.

Die IB.SH hat 2016 dem Mittelstand insgesamt 693 Millionen Euro Förderdarlehen  zur Verfügung gestellt. Davon waren 204 Millionen Euro direkte Investitionsdarlehen, die gemeinsam mit den Hausbanken vergeben werden, sowie 478 Millionen Euro Förderrefinanzierungen. Die stellt die IB.SH Banken und Sparkassen zur Verfügung, um günstige Unternehmenskredite zu vergeben. Ergänzend zur Kreditversorgung hat die IB.SH 35 Millionen Euro Zuschüsse aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) bewilligt.

2017 vergibt die IB.SH erstmals einen Unternehmerinnenpreis. Durch den Preis sollen Unternehmerinnen motiviert, gestärkt und vernetzt werden. Bewerbungen sind noch bis 8. März 2017 möglich. Weitere Informationen zum Preis  hier klicken

Die MBG stärkt mit ihren Beteiligungsprodukten die Eigenkapitalbasis mittelstän­di­sch­er Unternehmen in Schleswig-Holstein. In 2016 hat die MBG 106 Unternehmen mit einem Beteiligungsvolumen von 17 Millionen Euro begleitet. Das durchschnittliche Beteiligungsvolumen erhöhte sich auf knapp 160.000 Euro. Ein besonderer Schwer­punkt der Aktivitäten lag im Bereich der Start-ups und der Unternehmensnachfolge. Dieses Segment soll in den kommenden Jahren mit einem noch breiteren Beteiligungsangebot forciert werden, um das innovative Gründungsgeschehen weiter zu stärken und den Eigenkapitalbedarf bei Firmenübernahmen sicherzustellen. Insgesamt ist die MBG an 570 Unternehmen in Schleswig-Holstein beteiligt.

Fehlende Sicherheiten sind laut einer KfW-Studie aus dem Jahr 2016 immer noch der häufigste Grund für Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme. Die Bürgschaftsbank steht Unternehmern und Freiberuflern zur Seite und übernimmt Ausfallbürgschaften, damit erfolgversprechende Vorhaben mittelständischer Unternehmen nicht scheitern. Im Jahr 2016 wurden 465 Unternehmen und Angehörige Freier Berufe mit Bürgschaften unterstützt. Das herausgelegte Bürgschaftsvolumen lag mit 73 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (+ 14 Prozent). Auch die Begleitung von Existenzgründungen konnte um fast 50 Prozent gesteigert werden.

Eine Gesamtübersicht der aggregierten Förderzahlen: hier klicken

 

 

 

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