Von Eckernförde bis in die Lübecker Bucht: Land saniert B 76 für 20 Millionen Euro

Ab April saniert das Land mit Hochdruck die B 76: Vollsperrung bei Raisdorf in den Sommerferien

B76
Sanierung der B 76 im vergangenen Jahr bei Raisdorf: Ab April geht es weiter Richtung Preetz – diesmal allerdings mit größeren Einschränkungen

Hochdruck bei der Sanierung der B 76 zwischen Kosel bei Eckernförde und Eutin (Kreis Ostholstein). Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer heute in Kiel erläuterte, wird die Bundesstraße ab diesem Frühjahr bis ins kommende Jahr hinein im Rahmen von elf Einzelprojekten grundlegend saniert. Die vom Bund getragenen Gesamtkosten der Sanierung – in denen auch Brückenneubauten und -reparaturen enthalten sind – belaufen sich auf rund 19,2 Millionen Euro.

ZeigebildIm Gespräch mit Journalisten sagte Meyer (hier im Bild mit Matthias Paraknewitz)

(Audiopfeil klicken)

„Unser Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr hat die einzelnen Vorhaben sorgfältig aufeinander abgestimmt, so dass wir die Belastungen für Anwohner, Verkehrsteilnehmer und die Gewerbebetriebe in den jeweiligen Regionen so gering wie möglich halten“, sagte Meyer. Dennoch werde es teilweise zu Vollsperrungen und anderen Einschränkungen des Verkehrs sowie zu teils weiträumige Umleitungen kommen: „Wir werden die größten Vorhaben in die Sommerferien legen, trotzdem verlangen wir den Autofahrerinnen und Autofahrern einmal mehr eine große Portion Geduld ab“, sagte Meyer. Die Sanierung sei aber unumgänglich, um auch künftig eine leistungsfähige Magistrale von Flensburg bis in die Lübecker Bucht zu haben.

Bei der größten Einzelmaßnahme handelt es sich nach den Worten des zuständigen Niederlassungsleiters beim LBV-SH, Matthias Paraknewitz, um die im April beginnende Sanierung im Teilabschnitt von der Anschlussstelle B 76 / B 202 bei Raisdorf bis zum Knotenpunkt „Reuterkoppel“. Auf einer Länge von 1,8 Kilometern muss die Bundesstraße hier für rund sieben Millionen Euro grundlegend erneuert werden. „Erschwert wird der Bau dabei durch eine Verengung von einer vierspurigen Trasse auf eine zweispurige Strecke in einem Abschnitt von rund 800 Metern. Das bedeutet, dass der Verkehr während der Bauarbeiten in diesem Bereich nicht mehr möglich ist“, so Paraknewitz. Daher sei eine Vollsperrung in den Sommerferien unumgänglich. Grund sei die zu geringe Fahrbahnbreite hinter der Anschlussstelle. Meyer: „Verkehrssicherheit und der Arbeitsschutz für die Mitarbeiter der Baufirmen erlauben in diesem Bereich keinen Verkehr – und Sicherheit geht vor.“

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Hier die grafische Gesamtübersicht und die „Steckbriefe“ der einzelnen Baumaßnahmen:

Gesamtkarte Baumaßnahmen B 76: hier klicken

Einzelmaßnahme Kiel-Reuterkoppel: hier klicken

Einzelmaßnahme  Kosel-Eckernförde: hier klicken
Einzelmaßnahme Reuterkoppel-Weinbergsiedlung: hier klicken
Einzelmaßnahme Levensau-Holsteinknoten: hier klicken
Einzelmaßnahme Eutin-Mittelburg: hier klicken
Einzelmaßnahme Ersatz Rosenheimbrücke Raisdorf: hier klicken
Einzelmaßnahme B76 bis Abfahrt B 202 Raisdorf: hier klicken
Einzelmaßnahme Robinsonbrücke bei Altenhof: hier klicken
Einzelmaßnahme Stadtseebrücke Plön: hier klicken
Einzelmaßnahme Blickstedt: hier klicken
Einzelmaßnahme B 76 Lernweg: hier klicken

Während der Vollsperrung werde der Verkehr über eine ausgeschilderte Umleitung über das „Rastorfer Kreuz“ geführt. Bereits in Höhe des Gewerbegebiets Wakendorf werden die Fahrzeuge dann auf die Landesstraße 211 zum „Rastorfer Kreuz“ abgeleitet und von dort über die B 202 nach Raisdorf geführt (siehe Grafik). Dort kann der Verkehr auf die B 76 in Richtung Kiel eingefädelt werden. Paraknewitz: „Der Verkehrsfluss auf der Umleitungsstrecke wird über Ampeln geregelt“. Mit der vollständigen Fertigstellung des Abschnitts rechnet der LBV-SH im Sommer 2018.

Umleitung1Wie Paraknewitz weiter erläuterte, muss die Fahrbahn in allen Schichten bis in die Tiefe erneuert werden – auch die Entwässerungskanäle werden repariert.  Gleich­­zeitig werde die Fahrbahndecke zwischen der „Reuterkoppel“ bis zur Ortsumgehend Preetz saniert. Das Gewerbegebiet „Ostseepark“ in Schwentinental  bleibt aber aus den Richtungen Kiel und Preetz mit den üblichen Abfahrten erreichbar. Während der Bauarbeiten werde zudem stets gewährleistet, dass Rettungsdienste im Notfall durch die Baustelle fahren können. Mit den betroffenen Anliegern werden für die Bauzeit individuelle Regelungen zur Erreichbarkeit ihrer Grundstücke getroffen.

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Nach den Worten von Meyer, habe es den Landesbetrieb erhebliche Anstrengungen gekostet, beide Baustellen so zu planen, dass sie gleichzeitig abgewickelt werden können und den Autofahrern auf diese Weise nur eine einmalige Vollsperrung zu­gemutet werden müsse. „Dafür gilt allen Planern mein großer Dank“, so Meyer.

Im Zuge der Bauarbeiten wird auch die so genannte „Rosenheim“-Brücke eine Geh und Radwegunterführung bei Raisdorf abgerissen und vollständig erneuert. „Eine Verschiebung dieser Baumaßnahme ist wegen des schlechten Zustands der alten Betonbrücke infolge der enormem Belastung nicht mehr möglich“, so Meyer.

Eine weitere Brückensanierung, die 2016 aufgrund der Landesgartenschau nicht in Angriff genommen wurde, bezeichnete Meyer als ebenfalls unaufschiebbar: Die  „Stadtsee“-Brücke in Plön weise erhebliche Risse und Ausbrüche auf. Der Asphalt­belag sowie Schutzeinrichtungen und der Stahlübergang müssen für knapp eine Million Euro grundlegend erneuert werden. Die Arbeiten werden absehbar von Ende April bis Ende September in zwei Abschnitten erfolgen. Dafür wird dafür eine halbseitig Straßensperrung nötig. Die Verkehrsregelung erfolgt über eine Ampel.

Nach den Worten von Meyer und Paraknewitz ist die B 76 auch zwischen Eutin und der A 1 durchweg sanierungsbedürftig. Mit der Ortsumgehung Eutin wurde 2015 bereits ein erster Abschnitt saniert, 2016 wurden die Arbeiten – ebenfalls wegen der Landesgartenschau –  ausgesetzt. Die besonders kritische Teilstrecke bei Middelburg erhält zwischen Juni und August auf knapp fünf Kilometern Länge eine neue Fahrbahndecke für 2,8 Millionen Euro. Meyer: „In den kommenden Jahren werden wir die Sanierung Stück für Stück an die A1 fortsetzen, damit Anwohner, Pendler, Urlaubsgäste und das Transportgewerbe wieder uneingeschränkt von der Flensburger Förde bis in die Lübecker Bucht freie Fahrt haben.“

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