Eines der größten Hochbahn-Projekte der letzten Jahre: Barrierefreie Halte auf der Linie U 1

Land und Hamburger Hochbahn investieren Millionen in barrierefreie U1-Haltestellen in Stormarn

Ahrensburg1
Meyer und Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz (links) sowie Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach durchschneiden vor der neuen Lift-Anlage das Band

Großer Bahnhof auf der U1 in den Walddörfern: Gemeinsam mit Verkehrsminister Reinhard Meyer, Landrat Dr. Henning Görtz, Bürgermeister der Stadt Ahrensburg Michael Sarach sowie Jens Heinrich und Janhinnerk Voß, Bürgervorsteher und Bürgermeister der Gemeinde Großhansdorf, konnte Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) heute das Großprojekt „U1 Walddörfer“ erfolgreich abschließen.

Symbolischer Schlusspunkt eines der größten HOCHBAHN-Projekte der letzten Jahrzehnte war die offizielle Inbetriebnahme der Aufzüge auf gleich drei
U1-Haltestellen: Ahrensburg Ost, Ahrensburg West und Schmalenbeck. Ab sofort bieten alle diese Haltestellen auch älteren Menschen, Eltern mit Kinderwagen und Fährgästen mit Handicap einen einfachen und bequemen Zugang zur U-Bahn.

Verkehrsminister Reinhard Meyer: dankte der Hochbahn für die konsequente Umsetzung barrierefreier Haltepunkte „Die U1 ist mit 55 Kilometern die längste U-Bahn Deutschlands, darum ist es überaus erfreulich, dass sie eine Vorreiterrolle für das Thema Barriefrefreiheit übernimmt“, sagte Meyer. Er erinnerte auch an die große verkehrliche Bedeutung für Schleswig-Holstein: „Gut 40.000 Menschen pendeln täglich zwischen dem Kreis Stormarn und der Hansestadt Hamburg – dabei ist die U1 eine der wichtigsten Linien, die wir jährlich gern mit zwei Millionen Euro unterstützen.“

Reinhard_MeyerMeyer sagte weiter

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Jens-Günter Lang, Technik-Vorstand der HOCHBAHN: „Der barrierefreie Ausbau von insgesamt sechs Haltestellen auf dem nordöstlichen Ast der U1, die Erneuerung und Instandsetzung von sieben Brücken sowie umfangreiche Gleisbauarbeiten in weniger als einem Jahr waren ein echter Kraftakt. Der termingerechte Abschluss innerhalb des geplanten Kostenrahmens war ein echtes Teamergebnis aller Beteiligten, auf das wir stolz sind.“

Anfang April 2016 startete das Großprojekt. Um die Haltestellen barrierefrei zu gestalten, wurden neben Aufzügen auch taktile Leitsysteme für sehbehinderte Menschen eingebaut und die Bahnsteige erhöht. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und den Anforderungen des Denkmalschutzes (alle drei Haltestellen sind als „Einfaches Kulturdenkmal“ klassifiziert“) mussten und konnten für alle Haltestelle spezifische Lösungen gefunden werden.

Ahrensburg West: Einbau eines Aufzugs am Haltestellengebäude. Die Zuwegung erforderte hier eine Verlängerung des Bahnsteiges und eine Verschwenkung der Gleise. Im Zuge der Bauarbeiten wurde zudem ein neuer Fahrgastunterstand im erhöhten Bahnsteigbereich errichtet, der Fahrgäste künftig noch besser vor Wind und Wetter schützt. Die Investitionssume betrug zwei Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt durch das Land (NAH.SH GmbH), den Kreis Stormarn und die Stadt Ahrensburg. Die Haltestelle wird täglich von rund 3 000 Fahrgästen genutzt.

Ahrensburg Beitrag

Ahrensburg Ost: Anbau eines Aufzuges mit eigenem Aufzugturm und Verbindungs-bauwerk zum Bahnsteig. Das Haltestellengebäude erhielt im Zuge der Bauarbeiten eine Auffrischung und wurde mit elektrischen Türen ausgestattet, der Vorplatz wurde gleichzeitig neu gestaltet. Die Investitionssume betrug 1,4 Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt durch das Land (NAH.SH GmbH), den Kreis Stormarn und die Stadt Ahrensburg. Pro Tag nutzen rund 1 500 Fahrgäste die Haltestelle.

 Schmalenbeck: Neubau von zwei Aufzügen und einer Verbindungsbrücke zwischen Haltestellengebäude und Bahnsteig. Auch hier wurde im Zuge der Bauarbeiten ein neuer Fahrgastunterstand im erhöhten Bahnsteigbereich errichtet. Das Haltestellengebäude erhielt ebenfalls elektrische Türen. Die Investitionssume betrug 2,4 Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt durch das Land (NAH.SH GmbH), den Kreis Stormarn und die Gemeinde Großhansdorf. Knapp 1 700 Fahrgäste nutzen die Haltestelle täglich.

Dr. Henning Görtz: Barrierefreie Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb ist dies ein wichtiges Projekt für den Kreis Stormarn.

 Michael Sarach: In Ahrensburg steht das Thema Barrierefreiheit seit Jahren auf der Agenda. Dass jetzt auch die U1, eine wichtige Lebensader der Stadt, barrierefrei zugänglich ist, unterstützt uns dabei enorm.

 Janhinnerk Voß: Der barrierefreie Zugang zur Haltestelle Schmalenbeck macht das Leben für viele Menschen leichter – für mobilitätseingeschränkte Menschen ebenso wie für Senioren und Familien mit Kindern. Das ist gut.“

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