Mitgliederbeiträge an Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz nicht zu beanstanden

Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz: EU stellt Beschwerdeverfahren ein – Meyer erleichtert: „Gutes Signal für Tourismusorganisationen“

Landesgartenschau Eutin

Die Entscheidung der EU-Kommission, das Beihilfebeschwerdeverfahren gegen den Zweckverband Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZHS) einzustellen, ist von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer begrüßt worden. „Nach einer mehrmonatigen Phase großer Verunsicherung ist das für den Tourismus und die Tourismusorganisationen im Land ein ebenso klares wie gutes Signal.“ Das Verfahren war Ende 2015 von einer Unter­nehmensberatung aus Schleswig-Holstein angestrengt worden, weil die Beschwerdeführer in den Beiträgen der TZHS-Mitglieder – neben Eutin und Plön die Gemeinden Malente, Bosau, Bösdorf, Schönwalde, Dersau und Grebin – unerlaubte Beihilfen sahen.

meyer_telefonIm Gespräch mit Radio Schleswig-Holstein sagte Meyer weiter

(Audiopfeil klicken)

Meyer hatte sich beim Bundeswirtschaftsministerium und zuletzt noch im September 2016 in Gesprächen mit dem zuständigen Direktor in der EU-Kommission dafür eingesetzt, dass es rasch eine Klärung der Frage geben müsse, welche Aktivitäten von Tourismusorga­nisa­tionen beihilferelevant seien und welche nicht. Dies sei nun durch die Brüsseler Entschei­dung geschehen, wonach viele Tätigkeiten eben nicht dem EU-Beihilferecht unterliegen. Dies gilt nach Darstellung der Kommission insbesondere auch für das so genannte Destinationsmarketing. „Damit haben alle unsere Tourismusorga­nisationen in dieser ebenso heiklen wie komplexen Frage endlich Gewissheit“, sagte Meyer.

Tourismusboom im echten Norden im März mit „Osterferien-Delle“

Der Tourismus-Boom in Schleswig-Holstein hält nach Einschätzung von Meyer trotz eines kleinen Einbruchs im Monat März unterdessen weiter an: Nach Angaben des Statistikamtes Nord wurden im März in den gewerblichen Beherbergungsstätten und auf Campingplätzen 428.000 Gäste und knapp 1,4 Millionen Übernachtungen gezählt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Zahl der Gästeankünfte damit um 10,2 Prozent und die Zahl der Übernachtungen um 18,7 Prozent niedriger.

Hauptgrund für diese „Delle“  ist nach den Worten von Meyer vor allem das späte Osterfest, das in diesem Jahr in den April fiel. Vergleicht man den Zeitraum Januar bis März mit dem Vorjahr ist insgesamt ein Rückgang bei den Ankünften (-3,2 %) und den Übernachtungen (- 7,8 %) zu verzeichnen. Diese Entwicklung deckt sich mit dem Bundestrend.

Laut Meyer sind die Ergebnisse nur eingeschränkt vergleichbar, machen aber deutlich, wie stark der Tourismus im Land durch saisonale Faktoren wie die Wetterverhältnisse oder die Lage der Ferien beeinflusst werde. Das stützen auch die Zahlen für die einzelnen Betriebsarten: So verzeichneten die Campingplätze mit minus  51,1 Prozent den stärksten Rückgang bei den Gästeübernachtungen. Einzig der Bereich der Hotellerie konnte hier einen Zuwachs von 1,3 Prozent an der Ostsee und ein Plus von einem Prozent im Binnenland verbuchen.

Meyer: „Vor allem in der Nebensaison gibt es noch sehr viel Potenzial. Die Strategie, durch Schaffung attraktiver Ganzjahresangebote die Nebensaison zu beleben, ist und bleibt deshalb genau richtig.“

 

 

 

 

 

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