Gegen Rückstaus im Berufsverkehr: LBV-SH setzt an der A 23 auf „Zufluss-Regelung“

Premiere an der A 23 bei Pinneberg: Um die teils massiven Staus während der Berufsverkehr-Spitzenzeiten abzumildern, wird das Land künftig so genannte Zuflussregelungsanlagen (ZRA) einsetzen. Die Signalanlagen entstehen derzeit an den Anschlussstellen Pinneberg-Mitte, Halstenbek-Rellingen und Halstenbek-Krupunder in Richtung Hamburg. Wegen der Bauarbeiten – unter anderem zur Installation von Induktionsschleifen – kommt es kommende Woche zu folgenden Sperrungen:
- Dienstag, 20. Juni , 10 Uhr bis 21 Uhr: Sperrung der Anschlussstelle Pinneberg-Mitte in Richtung Hamburg.
- Mittwoch, 21. Juni, 10 Uhr bis 21 Uhr: Sperrung der Anschlussstelle Halstenbek-Rellingen in Richtung Hamburg.
- Donnerstag, 22. Juni, 10 Uhr bis 21 Uhr: Sperrung der Anschlussstelle Halstenbek-Krupunder in Fahrtrichtung Hamburg
Der gesamte A-23-Abschnitt ist mit 80.000 bis 89.000 Fahrzeugen pro Tag hochbelastet und wurde nach den Worten von Verkehrsminister Reinhard Meyer deshalb für einen sechsstreifigen Ausbau in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen.
Bei den neuen ZRA’s handelt es sich um Lichtsignale, die in der Autobahnauffahrt aufgestellt werden und nur in bestimmten Intervallen auf „grün“ schalten. Ziel, so Meyer, sei die Erhöhung der Verkehrssicherheit durch eine „Vereinzelung“ der auf die Autobahn auffahrenden Fahrzeuge. Einzelfahrzeuge würden sich auf diese Weise besser in den fließenden Verkehr eingliedern als dies beim sonst eher pulkartigen Zufahren der Fall sei. Die Zuflussregelungsanlagen sind dazu mit Erfassungseinrichtungen sowie Analyse- und Berechnungssoftware ausgestattet, die ein bedarfsgerechtes und optimales Eingreifen der Regelungsanlage ermöglichen. Meyer: „Dass solche Anlagen zu Verbesserungen im Verkehrsablauf führen, zeigen viele realisierte Beispiele in anderen Bundesländern, insbesondere in Nordrhein-Westfalen.“
Die neuen Anlagen sollen im August in den Probebetrieb und im Oktober in den Dauerbetrieb gehen.