Autofahrer aufgepasst: Kommende Woche sind einige A-23-Abfahrten gesperrt

Gegen Rückstaus im Berufsverkehr: LBV-SH setzt an der A 23 auf „Zufluss-Regelung“

ZRA
Praxisbeispiel aus Nordrhein-Westfalen: So soll die Stau-Gefahr ab Oktober auch an den drei wichtigsten A-23-Zufahrten rund um Pinneberg gemildert werden

Premiere an der A 23 bei Pinneberg: Um die teils massiven Staus wäh­rend der Berufsverkehr-Spitzenzeiten abzumildern, wird das Land künftig so genannte Zuflussregelungsan­lagen (ZRA) einsetzen. Die Signalanlagen entstehen derzeit an den An­schlussstellen Pinneberg-Mitte, Halstenbek-Rellingen und Halstenbek-Krup­under in Richtung Hamburg. Wegen der Bauarbeiten – unter anderem zur Installation von Induktionsschleifen – kommt es kommende Woche zu folgenden Sperrungen:

  • Dienstag, 20. Juni , 10 Uhr bis 21 Uhr: Sperrung der Anschlussstelle Pinneberg-Mitte in Richtung Hamburg.
  • Mittwoch, 21. Juni, 10 Uhr bis 21 Uhr: Sperrung der Anschlussstelle Halstenbek-Rellingen in Richtung Hamburg.
  • Donnerstag, 22. Juni, 10 Uhr bis 21 Uhr: Sperrung der Anschlussstelle Halsten­bek-Krupunder in Fahrtrichtung Hamburg

GroffikDer gesamte A-23-Abschnitt ist mit 80.000 bis 89.000 Fahrzeugen pro Tag hoch­belastet und wurde nach den Worten von Verkehrsminister Reinhard Meyer deshalb für einen sechsstreifigen Ausbau in den Bundesverkehrswege­plan aufgenommen.

Bei den neuen ZRA’s handelt es sich um Lichtsignale, die in der Autobahnauffahrt aufgestellt werden und nur in bestimmten Intervallen auf „grün“ schalten. Ziel, so Meyer, sei die Erhöhung der Verkehrssicherheit durch eine „Vereinzelung“ der auf die Autobahn auffahrenden Fahrzeuge. Einzelfahrzeuge würden sich auf diese Weise besser in den fließenden Verkehr eingliedern als dies beim sonst eher pulkartigen Zufahren der Fall sei. Die Zuflussregelungsanlagen sind dazu mit Erfassungsein­richtungen sowie Analyse- und Berechnungssoftware ausgestattet, die ein bedarfs­gerechtes und optimales Eingreifen der Regelungsanlage ermöglichen. Meyer: „Dass solche Anlagen zu Verbesserungen im Verkehrsablauf  führen, zeigen viele realisierte Beispiele in anderen Bundesländern, insbesondere in Nordrhein-Westfalen.“

Die neuen Anlagen sollen im August  in den Probebetrieb und im Oktober in den Dauerbetrieb gehen.

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