UV-Nord positiv auf „Jamaika“ gestimmt – Wachholtz: „Ökonomie geht nicht ohne Ökologie“

Umfrage: SH-Wirtschaft nimmt „Jamaika“-Landesregierung aus CDU, Grünen und FDP positiv auf.

fuldainfo.de

In einer Umfrage der Unternehmensverbände zeigten sich 90 Prozent der 374 beteiligten Betriebe mit dem «Jamaika»-Koalitionsvertrag zufrieden, wie UVNord-Präsident Uli Wachholtz heute in Kiel sagte. Die Unternehmen erwarteten von der Regierung eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, besonders den Weiterbau der A 20, und eine mittelstandsfreundlichere Politik. Der Koalitionsvertrag mache Hoffnung darauf.

Außerdem stehen die Haushaltskonsolidierung, eine Verwaltungs- und Strukturreform, Bürokratieabbau und Deregulierung ganz oben auf der Wunschliste. Der UVNord erwartet von der Koalition auch einen einheitlichen und klaren Willen, das Land in dieser Legislaturperiode gemeinsam erfolgreich zu regieren. 95 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass die Regierung die Zusammenarbeit mit Hamburg vertiefen wird.

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Auf die Frage, ob der Koalitionsvertrag wirtschaftsfreundlicher sei, als er es angesichts der Beteiligung der Grünen erwartet hätte, sagte Wachholtz: «Ich halte die Grünen nicht für eine Wirtschaftsbremse.» Ökonomie könne nicht ohne Ökologie laufen und umgekehrt gehe das auch nicht. Mit den Grünen-Ministern Monika Heinold (Finanzen) und Robert Habeck (Umwelt) habe die Wirtschaft in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht.

Nach den weiteren Ergebnissen der UV-Nord-Umfrage steuert die Wirtschaft im echten Norden zuversichtlich die nächsten Monate an. knapp über zwei Drittel der Betriebe beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Eine hohe Nachfrage, ein florierender Außenhandel und niedrige Zinsen sind die Gründe. Nur ein Prozent nannte die Lage schlecht. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten 43 Prozent höhere Umsätze als im Vorjahr und noch einmal 48 Prozent zumindest gleich hohe Umsätze. «Die norddeutsche Wirtschaft steht wie die deutsche im Sommer 2017 gut da», sagte Wachholtz.

An der Umfrage beteiligten sich 723 Unternehmen, davon 296 aus Hamburg und 427 aus Schleswig-Holstein. Allerdings kann die Investitionsbereitschaft mit der konjunkturellen Entwicklung nicht Schritt halten. Nur 28 Prozent der Unternehmen wollen ihre Investitionen erhöhen, 15 Prozent planen, sie zu senken – und das trotz der guten Gesamtlage und der niedrigen Zinsen.

«Die Situation auf dem Arbeitsmarkt bleibt stabil», sagte Wachholtz. Nur fünf Prozent der Unternehmen wollten sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze abbauen. Allerdings klagen viele Betriebe über Mangel an Fachkräften. 44 Prozent nannten die Verfügbarkeit von Fachkräften unbefriedigend, noch einmal 28 Prozent bezeichneten sie als schlecht. Nur 4 Prozent sagten, sie könnten Fachkräfte gut finden. Hier ist die Situation in Hamburg deutlich besser als in Schleswig-Holstein. In der Hansestadt sind auch die Umsatzerwartungen etwa positiver als im nördlichsten Bundesland.

Die Verfügbarkeit von Auszubildenden werteten 37 Prozent als unbefriedigend und 12 Prozent als schlecht. Drei Viertel der Unternehmen berichteten, die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts habe sich in letzter Zeit nicht verändert. 9 Prozent sahen eine Verschlechterung und 16 Prozent eine Verbesserung.

Von den Branchen melden die Chemie und die Ernährungsindustrie überdurchschnittlich gute Zahlen. Aber auch die Bauwirtschaft samt Zulieferern steht gut da.

 

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