Ministerpräsident Günther und Minister Buchholz zum Auftakt-Besuch bei der IHK-SH

Buchholz: Dem Mittelstand bürokratische Fesseln lösen, Infrastruktur ausbauen und Gründergeist fördern

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Pausengespräch: Buchholz mit dem Lübecker IHK-Geschäftsführer Lars Schöning (r.), IHK-SH-Präsidentin Friederike Kühn und dem Unternehmer Norbert Basler

Auftaktbesuch bei rund 350 Repräsentanten der Wirtschaft in Schleswig-Holstein: Nach Ministerpräsident Daniel Günther zeigte heute auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz Flagge bei der diesjährigen gemeinsamen Vollversammlung der Industrie und Handelskammern zu Flensburg, Kiel und Lübeck in den Holstenhallen von Neumünster.

Sowohl der Regierungschef als auch Buchholz machten dabei deutlich, dass sie mit der im Mai gewählten „Jamaika-Koalition“ vor allem dafür einstehen werde, den mehr als 125.000 kleinen und mittelständischen Unternehmen im Land bürokratische Fesseln zu lösen und als „Koalition der Möglichmacher“ den schleppenden Infrastrukturausbau zu beschleunigen.

Buchholz_wimipresseBuchholz sagte am Abend vor Mitgliedern und Gästen der IHK Schleswig-Holstein

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Buchholz machte bei der Versammlung unter anderem auch deutlich, dass eine Messlatte der neuen Landesregierung sei, ökonomisch das Richtige zu tun, ohne das ökologisch erforderliche zu vernachlässigen. „Nur, wenn man beide Aspekte gemeinsam denkt ud danach handelt, werden wir und auch Sie langfristig erfolgreich sein“, so Buchholz.

Einen Schwerpunkt in seiner Tätigkeit setzt Buchholz aber nicht nur auf den Ausbau der Straßen-Infrastruktur. Von erheblicher volkswirtschaftlicher Bedeutung sei auch der zügige Ausbau der Datenautobahnen, darum werde die Landesregierung nach Möglichkeit bereits bis 2025 Unternehmen und private Haushalte andas Glasfasernetz anschließen – fünf Jahre früher als bisher geplant. Diese Versorgung sei ein Standortvorteil für Unternehmen, vor allem bei der Anwerbung von Fachkräften, die auch zu Hause über leistungsfähige Internetanschlüsse verfügen. „Digitalität bietet auch dem ländlichen Raum Chancen. Das Autonome Autofahren zum Beispiel wird zur Lebensqualität älterer Menschen außerhalb der Zentren beitragen“, so der Minister.

Grundlage dafür, so Buchholz weiter, sei auch eine funktionsfähige Verkehrsinfrastruktur. Mit Blick auf die Autobahn A 20 erinnerte er nochmals daran, dass er das Projekt zur Chefsache erklärt habe. „Wann sie fertig ist, kann ich noch nicht sagen. Aber wir legen jetzt die Themen auf den Tisch, die wir aus ökologischer Sicht beheben müssen. Für diese wollen wir gemeinsam mit den Umweltverbänden Lösungen finden“, sagte er. Er gehe davon aus, im Dialog Großprojekte verwirklichen zu können. „Zudem müssen wir an das Planungsrecht“, so der FDP-Politiker. Sein Kabinettskollege, Umweltminister Robert Habeck, habe es mit dem Satz: „Natur ist dynamisch“ auf den Punkt gebracht. Buchholz: „Wenn die Natur aber dynamischer ist als unsere Planungsprozesse, stimmt etwas nicht.“

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