Europäische Kommission stellt weitere Weichen zur CO-2-Regulierung für Pkw

Buchholz begrüßt „Mobility Package“ der EU: „Es bleibt Aufgabe der Autobauer, den besten Weg zu finden“

Nordeuropäische E-Mobil-Ralley mit im dänischen Apenrade vor dem kommunalen Kohlekraftwerk der Stadt

Die Europäische Kommission hat heute  das zweite „Mobility Package“ verabschiedet. Unter dem Titel „Europe on the Move – An agenda for a socially fair transition towards clean, competetive and connected mobility“ umfasst das Paket neun Gesetzesinitiativen, darunter die CO2-Regulierung für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge für die Zeit nach 2021.

Die neuen Grenzwerte sollen dazu beitragen, die im Pariser Klimaabkommen verabschiedeten Ziele zu erreichen. Vor allem geht es dabei um die Verringerung der Treibhausgase bis 2030 um 40 %. Basis ist das Jahr 1990. Außerdem plant die Kommission, die Technologien für elektrische Autos fördern.

Ansicht_Buchholz_088Wie Schleswig-Holsteins Verkehrs- und Technologieminister Buchholz sagte, sei zu begrüßen, dass die Kommission auf eine Quote für Batterie-Fahrzeuge verzichtet und dies ausdrücklich mit ihrem technologieneutralen Ansatz begründet habe. „Es ist Aufgabe der Hersteller, den besten Weg zu finden, um die Emissionsvorgaben einzuhalten. Richtig ist auch die Förderung einer Infrastruktur für alternative Kraftstoffe, die auch Wasserstoff und Erdgas mit beinhaltet“, sagte Buchholz. Die einseitige Fixierung auf Ladeinfrastruktur für Batteriefahrzeuge wäre mit dem Grundsatz der Technologieneutralität ebenfalls nicht vereinbar. Wichtig sei jetzt, dass Technologieneutralität auch Richtschnur für die demnächst kommende Erneuerbare-Energien-Richtlinie, die so genannte RED 2 wird, die im Entwurf bislang noch einseitig Batteriefahrzeuge bevorzuge.

Nach dem Willen der EU-Kommission sollen die Pkw-Hersteller den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagenflotte in der EU bis 2030 um 30 % senken. Bis 2025 soll ein verbindliches Zwischenziel mit einer Reduktionsvorgabe von 15 % gelten. Bei leichten Nfz soll der CO2-Ausstoß ebenfalls um 15 % (2025) bzw. 30 % (2030) reduziert werden. Hersteller, die die Grenzwerte nicht einhalten, sollen 95 Euro für jedes zusätzliche Gramm CO2 zahlen müssen.

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