Mehr Gäste, mehr Übernachtungen, mehr Investitionen: Tourismus auf Rekordpfad

Tourismustag 2017 mit viel Rückenwind durch Top-Zahlen – und vielen Ideen für die Zukunft

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«Supersituation, hervorragendes Jahr, Grund zum Feiern heute, aber nicht zum Ausruhen» – so beschrien Tourismusminister Bernd Buchholz am Nachmittag vor den knapp 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Tourismustag 2017 in Neumünster die Lage für den Tourismus im Norden. «2017 wird wieder ein Rekordjahr für den Tourismus in Schleswig-Holstein sein», so der FDP-Politiker. Erstmals werde bei den Übernachtungen die Marke von 29 Millionen übertroffen. Im Vorjahr waren es zum ersten Mal mehr als 28 Millionen. Da die amtliche Statistik nur Beherbergungsstätten mit mindestens zehn Betten erfasst, liegt die Gesamtzahl noch weit höher.

Von Januar bis September verbuchte das Land ein Übernachtungsplus zum Vorjahr von 5 Prozent. Die benachbarten Konkurrenten Niedersachsen (plus 2 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (minus 1,9) konnten mit dieser Dynamik nicht mithalten.

Buchholz sagte bei der Pressekonferenz im Gespräch mit Andreas Otto (RSH) – Audio starten „in Browser anhören“

Schleswig-Holstein sei seit Jahren mit einer sehr vernünftigen Tourismusstrategie unterwegs, sagte Buchholz im Blick auf seinen Vorgänger Reinhard Meyer (SPD), der als Präsident des Deutschen Tourismusverbandes in Neumünster dabei war. Dort berieten die knaoo 400 Experten über diverse Themen der Branche und neue Konzepte.

Der Tourismus im Land boome zwar auch deshalb so stark, weil Länder mit problematischer Sicherheitslage für viele Menschen als Urlaubsziel wegfielen, räumte Buchholz ein. Dennoch nehme der Norden im Bundesvergleich eine höchst erfreuliche Entwicklung. Besonders positiv sei die gestiegene Auslastung in der Nebensaison. Weitere Reserven sieht der Minister im Binnenland, beim Fahrradtourismus, in der Digitalisierung und bei der Barrierefreiheit. Bei einer älter werdenden Gesellschaft bekommt aus seiner Sicht das Zusammenspiel von Gesundheitswirtschaft und Tourismus einen wachsenden Stellenwert.

Die Tourismusbetriebe sind weiter in guter Stimmung, auch wenn das aktuelle Konjunkturbarometer der IHK zum herausragenden Vorjahreswert etwas gefallen ist. Größtes Geschäftsrisiko für die Unternehmen sei der seit Jahren bestehende Fachkräftemangel, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein, Björn Ipsen.

Gerade die jetzige Boomphase sei der richtige Zeitpunkt, über die langfristige Entwicklung nachzudenken, sagte der Vorsitzende des Tourismusverbandes, Jörn Klimant. «Dazu gehört vor allem, dass alle Betriebe und Akteure in die Zukunft investieren, um das Tourismusland Schleswig-Holstein auch weiterhin attraktiv zu halten.»

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Gesichter des Tourismustages 2017: Neben TV.SH-Chef Jörn Klimant (l.) und  DTV-Präsident Reinhard Meyer (2.v.l) waren auch die neue Geschäftsführerin der TA.SH, Bettina Bunge (3.v.l.) und deren Vor-Vorgänger Armin Dellnitz (4.v.l.) dabei.

Und so berichten LN und KN:


 

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