Zahl der Sozialversicherungspflichtigen im Land in 2017 um 26.500 (!) gestiegen

Spitzenwert: Zahl der sozialversicherungspflichen Jobs um 26.500 auf knapp eine Million gestiegen

Fleischwarenproduktion bei der Böklunder Plumrose GmbH & Co (Zur Mühlen Gruppe)
Boomt: Ernährungsindustrie in Schleswig-Holstein – hier Wurstproduktion im Großbetrieb

Die Chefin der Regio­naldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, und Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz haben heute in Kiel eine positive Arbeitsmarkt-Bilanz für 2017 gezogen. Zugleich benannten beide ihre Erwartungen für das Jahr 2018 und zeigten sich dabei sehr zuversichtlich.

Haupt-Koopmann betonte: „Ich kann für 2017 eine insgesamt positive Bilanz ziehen. Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein hat sich als stabil und robust erwiesen. So ist die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt auf 93.000 gesunken – ein Minus von 2.000 im Vergleich zu 2016.“

Auch Arbeitsminister Buchholz zog eine positive Bilanz: „Nicht nur die Zahl der älteren Arbeitslosen und der Langzeitarbeitslosen ging zurück, die Zahl der sozialversicherungs­pflichtig Beschäftigten legte mit 2,8 Prozent (+26.500) auf 965.700 deutlich zu. Nach absoluten Zahlen waren das Verarbeitende Gewerbe, das Sozialwesen sowie der Handel und das Kfz-Gewerbe die Top-3 der Wirtschaftszweige, die das größte Wachstum im Vergleich zum Vorjahr aufwiesen.“ Dennoch bleiben nach den Worten des Ministers Herausforderungen. So müssten in den kommenden Monaten wegen abgeschlossener Sprachkurse deutlich mehr Flüchtlinge als zuletzt in den Arbeitsmarkt integriert werden. Damit wwerde es zunächst zusätzliche Arbeitslosmeldungen geben.

Im Gespräch mit Andreas Otto (RSH) sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Buchholz erinnerte in diesem Zusammenhang an das von seinem Haus geförderte Projekt „ALLE AN BORD“ und das im November gestartete Pilotprojekt „HAYATI“. Beide Programme würden geflüchteten Menschen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern.

Neben der Integration von Geflüchteten und Migranten sieht Buchholz auch Handlungs­bedarf bei der Fachkräftesituation und bei der Anpassung der Arbeitswelt an die Digitalisierung. „Bereits jetzt fehlen uns in Schleswig-Holstein beispielsweise Experten in der Softwareentwicklung, aber auch Fachkräfte in der Energietechnik oder in der Alten­pflege. Hier werden wir als Land unsere Bemühungen im Rahmen der Fachkräfteinitiative und mit unserem Landesprogramm Arbeit fortsetzen“, so Buchholz.

Als wichtigen Baustein zur Lösung des Fachkräftemangels bezeichnete der die eigene Ausbildung von Fachkräften und die Weiterbildung der Beschäftigten. „Hierfür müssen im Zweifel die eigenen Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen überdacht und offensiv für das eigene Unternehmen geworben werden“, so der Minister.

Im Rahmen ihres gemeinsamen Ausblicks auf 2018 erwarteten Haupt-Koopmann und Buchholz einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit und einen weiteren Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Baubranche: Auch hier sind Fachkräfte weiterhin stark gefragt

Nach den Worten von Haupt-Koopmann wäre der starke Abbau an Arbeitslosigkeit in 2017 ohne das kräftige Plus an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungs­verhältnissen und das hohe Niveau der Arbeitskräftenachfragenicht möglich gewesen.

Sie sagte: „Die starke Arbeitskräftenachfrage zeigt allerdings beispielhaft, welche Bedeutung das Thema ‚Fachkräftesicherung‘ bereits aktuell hat und –   in einer sich rapide verändernden Arbeitswelt  –  zukünftig haben wird. Deshalb werden die Arbeitsagenturen und Jobcenter auch 2018   –  unter dem Gesichtspunkt der Potenzialausschöpfung  –  besondere in Qualifizierung investieren. Denn durch Aus- und Weiterbildungsangebote erhöhen sich speziell die Einstiegschancen der un- und angelernten Arbeitslosen. Als Beispiel möchte ich unser Sonderprogramm ‚Zukunftsstarter‘ nennen. Es wendet sich bewusst an die Gruppe der 25 bis unter 35-jährigen ohne Berufsabschluss. In Schleswig-Holstein gibt es 11.700 ungelernte Arbeitslose in dieser Altersgruppe, die noch 30 bis 40 Jahre Berufsleben vor sich haben und deren Potential wir ‚heben‘ möchten. Die bisherigen Eintrittszahlen zeigen, dass dieser Ansatz genau richtig ist: Seit Beginn der Initiative im Jahr 2013 haben 5.200 aus dieser Altersgruppe das Programm genutzt und eine abschlussorientierte Weiterbildung begonnen.“

Ein Mitschnitt der PK hier:

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