Im Dezember waren erstmals seit 24 Jahren weniger als 90.000 Schleswig-Holsteiner arbeitslos

Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs sieht den schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt durch zwei Trends in stabiler Entwicklung: sinkende Arbeitslosenzahlen und zugleich steigende sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. „Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften gibt uns den notwendigen Rückenwind für die Integration von Flüchtlingen und Migranten“, sagte er heute mit Blick auf die veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Demnach sank die Zahl der Arbeitslosen im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,5 Prozent (- 3.267) auf gegenwärtig 89.488 Arbeitslose. Gegenüber dem Vormonat November gab es zwar einen saisontypischen Anstieg, der fiel aber mit 1,8 Prozent (+ 1.562) gering aus.

„Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt umfasst fast alle Alters- und Personengruppen“, freute sich Rohlfs. Nicht nur die älteren Arbeitslosen und die Langzeitarbeitslosen hätten von der guten Entwicklung profitiert, sondern auch die jungen Arbeitslosen und die Gruppe der schwerbehinderten Menschen. So sank die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen um 4,6 Prozent (- 415) auf 8.674, die Zahl älteren Arbeitslosen (50 Jahre und älter) gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,1 Prozent (- 655) und die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 4,6 Prozent (- 1.482).

Allerdings stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländer um 7,8 Prozent (+ 1.338). „Daran zeigt sich, dass die konsequente Integration von Flüchtlingen und Migranten in unseren robusten Arbeitsmarkt jetzt eine unserer wichtigsten Aufgaben ist“, betonte Rohlfs. In den nächsten Monaten sei aufgrund der abgeschlossenen Sprach- und Integrationskurse zudem mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.

Besonders erfreulich: Die Anzahl der gemeldeten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg erneut an. Rohlfs: „Die positive Entwicklung zeigt sich in fast allen Branchen. Besonders die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen legten mit 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr kräftig zu. Das ist unsere Chance für eine erfolgreiche Integration derer, die bislang noch nicht vom Boom profitieren konnten.“

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