ADAC zeichnet vier Campingplätze in SH als „Superplatz“ aus – Buchholz gratuliert Betreibern

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Sechs Campingplätze im Norden dürfen sich dieses Jahr mit fünf Sternen vom ADAC und dem Titel «Superplatz» schmücken: In Schleswig-Holstein erkannte der Automobilclub vier Plätzen die Spitzenbewertung fünf Sterne zu: dem Ostseecamping Familie Heide in Kleinwaabs, dem Camping- und Ferienpark Wulfener Hals in Wulfen, dem Camping Rosenfelder Strand in Grube und dem Insel-Camp Fehmarn in Meeschendorf. Tourismusminister Bernd Buchholz gratulierte den Betreibern: „Der Camping-Tourismus in Schleswig-Holstein ist ein enorm wichtiges Segment in unserer Tourismus-Strategie – insbesondere wenn die Betreiber – wie in diesen ausgezeichneten Fällen – auf eine hohe Angebotsqualität setzen.“

In Mecklenburg-Vorpommern gelang es dem Campingpark Havelberge in Groß Quassow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) und dem Campingpark Kühlungsborn, sich in der Spitze zu behaupten.

IHK2DSC_7165Die insgesamt 260 Campingplätze in Schleswig-Holstein sind aus Sicht von Buchholz gut aufgestellt: Im letzten Jahr konnten die Betreiber über 3,7 Millionen Übernachtungen verbuchen. „Das war mehr als jede achte Übernachtung im Land und zugleich ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent und gegenüber 2011 sogar um fast 25 Prozent“, so der Minister. Damit liege der echte Norden weit über dem Bundesschnitt

Hinsichtlich der Qualität im Camping-Tourismus sieht der Minister aber auch noch Entwicklungspotenzial: „Seit vielen Jahren bieten bereits viele moderne Campingplätze ein Höchstmaß an Komfort: Strom und Wasser am Standplatz sind selbstverständlich, Restaurants und Biergärten finden sich vor Ort, die Sanitäranlagen sind blitzblank, die Duschen auch am späten Abend noch warm.“ Nicht umsonst sei „Glamping“ oder „Glamorous Camping“ der neue Trend im Campingbereich, bei dem der Komfort eines Hotels mit der Freiheit eines Campingplatzes kombiniert werde.

„Luft nach oben“ sieht der Minister insbesondere beim Thema Digitalisierung: „Das fängt bei der eigenen attraktiv gestalteten und immer aktuellen Homepage an und hört beim WLAN-Zugang noch lange nicht auf.“ Gebucht werde der Urlaub zunehmend im Netz, immer häufiger über Buchungsplattformen. Auch dies müsse der Campingtourismus berücksichtigen. Ein weiteres Thema sei die Barrierefreiheit, da die Zahl mobilitätseingeschränkter Menschen wachse. Viele Campingplätze hätten mittlerweile zwar normgerechte Sanitärkabinen für Rollstuhlfahrer. Darüber hinaus täten sich viele Camping-Betreiber aber noch schwer mit den Anforderungen an eine Barrierefreiheit. Buchholz: „Hier gibt es noch viel zu tun.“

Weiter sagte Buchholz, dass der Tourismus landesweit einer der wichtigsten Wirtschaftszweige sei. So hängen in Schleswig-Holstein über 151.000 Arbeitsplätze direkt vom Tourismus ab, der Bruttoumsatz liegt bei knapp acht Milliarden Euro im Jahr. Der Campingtourismus spiele dabei eine große Rolle.

Bundesweit kürte der ADAC 16 «Superplätze», in ganz Europa erfüllten den Angaben zufolge 109 die Vorgaben. Geprüft wurden mehr als 5500 Anbieter, wie es hieß. Die Tester bewerteten die Campingplätze in zehn Bereichen. Wichtig sind dabei zum Beispiel die Anzahl und Qualität der Sanitäranlagen, Größe, Ausstattung, Pflege und Gestaltung des Platzgeländes, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie, Freizeitangebote sowie Bademöglichkeiten.

 

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