Brunsbüttel mit weltweit größter AdBlue-Anlage – Rohlfs: Technologie-Sprung für die Westküste

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Staatssekretär Rohlfs bei seiner Eröffnungsrede bei Yara

Neuer Superlativ für den Chemchoast-Park Brunsbüttel: Der norwegische Chemie-Konzern Yara hat am Vormittag in Anwesenheit von Wirtschafts- und Technologie-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs die weltweit größte Anlage für den Diesel-Zusatz AdBlue in Betrieb genommen. „Das ist nicht nur ein tolles Bekenntnis zum Standort und ein starkes Signal für Unternehmen, die sich für diesen Standort interessieren und überlegen, herzukommen. Es setzt auch einen hervorragenden Akzent in der aktuellen Debatte über die Zukunft der Mobilität.“, sagte Rohlfs vor über 150 Gästen.

Die Anlage, in die Yara 28 Millionen Euro investiert habe, kann mit einer Kapazität von 1,1 Millionen Tonnen pro Jahr die Hälfte der europäischen Nachfrage bedienen. Dazu gehört laut Firmenangaben ein neuer Tiefwasseranleger, ein Lagertank mit einem Fassungsvermögen von 17 500 Kubikmetern und eine vollautomatische Beladestation für Lkw, die rund um die Uhr in Betrieb sei.

„Die gestiegene Nachfrage nach AdBlue für schwere Nutzkraftfahrzeuge ebenso wie für Personenautos in Europa und den USA macht eine zuverlässige und pünktliche Lieferung aus Sicht unserer Kunden unerlässlich“, sagte Yara-Chef Svein Tore Holsether. Der norwegische Konzern unterhält weltweit fünf Produktionsstätten für AdBlue. Die Anlage in Brunsbüttel wurde nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt.

Nach den Worten von Staatssekretär Rohlfs können mit AdBlue Emissionen von Stickoxiden erheblich reduziert werden. Die Anlage werde einen wichtigen Beitrag leisten, die Luft vor schädlichen Einträgen aus Dieselmotoren zu schützen. „Und damit ist diese Anlage ein perfektes Beispiel für die Philosophie der Landesregierung: Wir wollen Ökonomie und Ökologie intelligent miteinander verbinden, damit daraus nachhaltige Wertschöpfung und Wohlstand entstehen“, so der FDP-Politiker.

Wie Rohlfs weiter sagte, sei Brunsbüttel mit dem ChemCoastPark Schleswig-Holsteins wichtigster und größter Industriestandort. Er sei von der strategischen Lage her bestens geeignet für Industrieunternehmen, die auf verlässliche Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen setzen und auf eine gute logistische Anbindung angewiesen seien.

„Und wie es aussieht, bekommt der Park künftig noch prominenten Zuwachs durch das erste deutsche LNG-Importterminal. Und auch dafür spielt das Unternehmen Yara eine bedeutende Rolle, und zwar nicht nur als potenzieller Kunde,  sondern vor allem auch als Treiber von Innovation.“

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Rohlfs mit Yara-Chefin Lindland und Konzernchef Svein Tore Holsether (Mitte) auf dem Podium mit NDR-Moderator Yared Dibaba

Ein Gedanke zu „Brunsbüttel mit weltweit größter AdBlue-Anlage – Rohlfs: Technologie-Sprung für die Westküste“

  1. Eine tolle Nachricht für Brunsbüttel! Trotz alledem hat der Chempark Brunsbüttel wohl die schlechteste Verkehrsanbindung Deutschlandweit, wenn nicht Europaweit. Sämtliche Landesregierungen der letzten 40 Jahre haben da tief und fest geschlafen. Selbst jetzt gibt es nur Ausbaupläne für die Straße von Itzehoe bis Wilster und die Bahn weiß wahrscheinlich gar nicht wo Brunsbüttel ist. Einfach Peinlich und blamabel für unseren Standort…

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