US-Strafzölle umtreiben SH-Wirtschaft – Buchholz erwartet klare Reaktion der EU

Handel

Für Schleswig-Holstein sind die USA – nach Dänemark und China – der drittwichtigste Handelspartner in der Welt. Vor diesem  Hintergrund sieht Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz die von US-Präsident Donald Trump erlassenen Strafzölle mit großer Sorge für die Volkswirtschaft im Land. „Zölle sind  purer Protektionismus – also das genaue Gegenteil von freiem Welthandel – und damit langfristig schlecht für alle beteiligten Volkswirtschaften“, sagte Buchholz heute (12. März) in Kiel. Er erwarte von der EU „eine nicht übertriebene, aber klare Gegenreaktion“.

Buchholz sagte dazu weiter…

Trump zettele ohne Not einen internationalen Handelskrieg an, der langfristig auch in der schleswig-holsteinischen Wirtschaft zu Bremsspuren führen werde. „Mit einem Anteil von knapp sieben Prozent am gesamten Außenhandel ist Amerika für unsere 2017 erstmals deutlich positive Außenhandelsbilanz zwar nur ein Faktor – aber ein gewichtiger Faktor“, so der Minister,

US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, auf Einfuhren von Stahl in die USA Zölle von 25 Prozent und auf Aluminium von 10 Prozent zu verhängen. Die neue Regelung soll kommende Woche in Kraft treten.

Die wichtigsten Export-Produkte aus Schleswig-Holstein Richtung USA sind vor allem Medizintechnik-Geräte und Pharmazie-Produkte. Das Gesamtvolumen des schleswig-holsteinischen Handels mit den USA lag 2017 bei knapp drei Milliarden Euro…

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