Schleswig-Holsteins erster eHighway nimmt Fahrt auf: Land erteilt Zuschlag an Siemens

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Startschuss für den Bau einer eHighway-Teststrecke zwischen Reinfeld und Lübeck auf der A 1: Im Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel GmbH (FuE-Zentrum FH Kiel GmbH) wurde jetzt der Auftrag zum Bau einer zunächst acht Kilometer langen elektrischen Oberleitung erteilt.

Wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Kiel sagte, sei das Land in aussichtsreichen Gesprächen mit dem Bundesumweltministerium, die Strecke mittelfristig noch zu erweitern. Das bisherige Gesamtvolumen für das vollständig vom Bund finanzierte Vorhaben beläuft sich auf rund 14 Millionen Euro.

Buchholz sagte weiter:

Energiewendeminister Dr. Robert Habeck zeigte sich erfreut, dass es gelungen sei, das Projekt in kurzer Zeit auf die Beine zu stellen: „Das war ein Kraftakt, der nur durch ein gutes Zusammenspiel gelingen konnte. Danke dafür! Wir müssen nicht nur den PKW-Verkehr ökologisch machen, sondern auch beim Lkw-Verkehr Alternativen zum Diesel entwickeln. Der eHighway ist eine solche. Ich hoffe, dass der Test gelingt und die Strecke sukzessive immer länger wird.“

Habeck
Energiewendeminister Habeck

Auch Buchholz sprach von einer „höchst innovativen Form des Lkw-Antriebs, der den Güterverkehr eines Tages nahezu emissionsfrei machen“ könne. Nach den Worten von Roland Edel, Technologiechef der Division Siemens Mobility, beweise der eHighway vor allem eines: „Klimaneutraler Güterverkehr auf der Straße ist möglich. Und das System der Oberleitungs-Lkw ist ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zur Erreichung unserer Klimaziele. Das Projekt in Schleswig-Holstein zeichnet sich besonders dadurch aus, dass der „Treibstoff“ für die Lastwagen gleichsam entlang dieser hochfrequentierten Strecke aus regenerativer Windenergie gewonnen wird.“

Für den Bau des eHighway wird nach Angaben des federführenden Kieler FuE-Zentrums ein Oberleitungssystem zwischen der A1-Anschlussstelle Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck errichtet, über das der elektrische Antrieb eines Hybrid-Lkw mit Strom versorgt werden kann. Der Bau der Fahrleitungsanlage wird von der Siemens AG in Zusammenarbeit mit SPL Powerlines Germany GmbH realisiert.

Das Oberleitungssystem wird voraussichtlich Mitte 2019 in Betrieb genommen und mit Strom aus der regenerativen Erzeugung betrieben. Die in Reinfeld ansässige Spedition Bode ist das erste Logistik-Unternehmen, das die Oberleitung-Hybrid-Lkw (OH-Lkw) im Realbetrieb testen wird. Die OH-Lkw werden mit einem Hybridsystem aus Diesel- und Elektromotor ausgestattet sein. Im Rahmen eines mehrjährigen Feldversuches folgt die ökonomische und ökologische Bewertung des Systems unter realen Verkehrsbedingungen.

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Unterzeichneten bereits gestern den Vertrag (von links): Guido Kirmaier (SPL Powerlines Germany GmbH), Daniel Zimmermann (Siemens AG), Björn Lehmann-Matthaei (Forschungs- und Entwicklungszentrum FH Kiel GmbH) Gerrit Stumpe (Siemens AG)

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