Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein verzeichnet größtes Fördervolumen ihrer Geschichte

Bueba
Rekord im Neugeschäft: Bürgschaftsbank in Kiel

Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein hat 2017 das höchste Neugeschäft seit ihrer Gründung im Jahr 1949 erzielt. Mit 85,4 Millionen Euro habe es 18 Prozent über dem bereits sehr guten Wert des Vorjahres gelegen, sagte Geschäftsführer Hans-Peter Petersen heute in Kiel bei der Vorstellung der Jahresbilanz. Das Förderinstitut habe im abgelaufenen Geschäftsjahr das bereits gute Vorjahr in nahezu allen Bereichen übertroffen. So stieg die Kredit-/Beteiligungssumme um 15 Prozent auf 126,1 Millionen Euro.

Petersen
Petersen

Die Zahl der durch Bürgschaften neu geschaffenen oder abgesicherten Arbeitsplätze wuchs den Angaben zufolge um 43 Prozent auf 9490 und die Summe der ausgelösten Investitionen um elf Prozent auf 280 Millionen Euro. Die Zahl der geförderten Unternehmen sei zwar nur leicht um ein Prozent auf 469 gestiegen, sagte Petersen. Doch im Bundesvergleich liege die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein damit auf Platz drei. Denn bundesweit verzeichneten die Bürgschaftsbanken in diesem Bereich einen Rückgang um 6,4 Prozent.

Bei den geförderten Unternehmen landete das Handwerk in der Fördersumme mit einem Plus von 110 Prozent auf dem Spitzenplatz.

Insgesamt 124 Handwerksbetriebe wurden mit 21,6 Millionen Euro unterstützt. «Ein wesentlicher Grund für dieses rasante Wachstum ist neben den vielen begleiteten Unternehmensnachfolgen auch die gute Wirtschaftslage, die Lust auf Immobilieninvestitionen weckt», sagte Holger Zervas, weiterer Geschäftsführer der Bürgschaftsbank.

Platz zwei erreichte mit einer Fördersumme von 13,2 Millionen Euro das Hotel- und Gaststättengewerbe (65 Unternehmen). Das entspricht einem Plus von 48 Prozent und verdeutlicht laut Petersen «die weiter wachsende Bedeutung Schleswig-Holsteins als eine der Top-Adressen in der deutschen Tourismuswirtschaft». Platz drei belegte der Einzelhandel mit einer Fördersumme von 10,1 Millionen Euro (plus 23 Prozent) bei 71 begleiteten Firmen.

Die Gründe für das erneut stark gestiegene Geschäft der Bürgschaftsbank sieht Petersen nicht allein in dem wachsenden Risikobewusstsein der Kreditinstitute. Die Bürgschaftsbank sei sehr gut vernetzt und für ihre unkomplizierte, effiziente Förderarbeit bekannt. «Und vor dem Hintergrund des wachsenden Risikobewusstseins in der Kreditbranche nimmt man uns daher auch in Zeiten sehr guter Konjunktur gerne mit ins Boot», betonte Petersen.

Nach dem zehnten Jahr mit einem guten Wirtschaftswachstum in Folge sei auch in Schleswig-Holstein die Sorge vor einem Abklingen der Konjunktur spürbar, sagte Zervas und verwies auf den zuletzt schwächeren Konjunkturklimaindex der IHK Schleswig-Holstein. Neben dem Fachkräftemangel gebe es auch zunehmend einen Mangel an Unternehmensnachfolgern.

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