Schlechteste Werte seit Jahresbeginn: Buchholz erhöht DB-Strafzahlung auf 500.000 Euro

Pendler blockieren in Klanxbüll die Züge der Marschbahn

Angesichts von weiteren ungeplanten Zugausfällen auf der Marschbahn zwischen Itzehoe und Westerland sowie erneut verschlechterter Pünktlichkeitswerte hat Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz den Sonder-Malus gegenüber der DB Regio für den Monat Mai um 150.000 auf 500.000 Euro erhöht. „Ich habe leider kein anderes Mittel, um gegenüber der Deutschen Bahn Druck aufzubauen, damit das Unternehmen die Probleme auf dieser Strecke endlich – wie versprochen – in den Griff bekommt“, sagte Buchholz heute am Rande der Sitzung des Landeskabinetts in Brüssel. Das einbehaltene Geld soll – wie schon in den drei Monaten zuvor – wieder als Entschädigung an die Pendler ausgekehrt werden.

Wie der Minister weiter sagte, sei die Pünktlichkeitsquote im Netz-West im Mai auf 63,9 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit Jahresbeginn abgesunken. Die Zahl der ungeplanten Zugausfälle habe sich gegenüber den Vormonaten nahezu verdreifacht und lag im Mai bei 6,5 Prozent aller vertraglich festgelegten Zugkilometer. Buchholz erinnerte daran, dass der Vertrag mit der DB Regio im Jahresdurchschnitt eine Pünktlichkeitsquote von 93 Prozent und eine Ausfall-Quote bei den so genannten Zug-Kilometern von maximal einem Prozent erlaubt.

Buchholz sagte weiter (Audio starten – „im Browser anhoeren“)

Für die schlechten Pünktlichkeitswerte behält das Land  – wie in den Vormonaten – erneut 250.000 Euro ein, der bisherige Einbehalt von 100.000 Euro für die ungeplanten Zugausfälle wird für Mai hingegen um 150.000 Euro auf 250.000 Euro erhöht. Entsprechend sollen auch die Entschädigungen für die Pendler ab Mai angepasst werden.

„Ich würde im Tausch für einen reibungslosen Verkehr gern auf diesen Schritt verzichten, aber als Verkehrsminister habe ich kein anderes Instrument zur Hand, um die DB zur Einhaltung ihrer vertraglich zugesicherten Leistungen zu drängen“, sagte Buchholz.

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