Marschbahn: Buchholz vorsichtig optimistisch – DB sagt Besserungen zu – Bund prüft „Lex Sylt“

Trio
Gipfel-Trio: Ferlemann, Hentschel, Buchholz

Nach einem Treffen mit DB-Vorstand Volker Hentschel und Bundes-Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann in Berlin ist Verkehrsminister Bernd Buchholz vorsichtig optimistisch, dass sich auf der Bahnstrecke nach Sylt schon bald Qualitätsverbesserungen einstellen könnten.

Wie der Minister am Abend in Berlin erklärte, habe die Deutsche Bahn in dem Gespräch zugesichert, den Personaleinsatz auf der Marschbahn zu verstärken und dauerhafte Instandhaltungsarbeiten vorzunehmen. „Damit kann zumindest die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass wir nicht ähnlich katastrophale Zustände auf der Strecke haben, wie zuletzt in der Pfingstwoche“, sagte Buchholz. Vor allem sei inakzeptabel, dass durch die Erkrankung eines einzigen Lokführers  der gesamte Fahrplan ins Rutschen gerate.

Dr. Bernd BuchholzBuchholz sagte weiter

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Hoffnung setzt Buchholz auch auf die Zusage von Staatssekretär Ferlemann, dass der Bund prüfen werde, ob der zweigleisige Ausbau der Strecke zwischen Niebüll und Klanxbüll per Gesetzesverfahren über einen Bundestagsbeschluss vorgezogen werden könne. „Wir haben hier im Bundesvergleich geradezu eine Notstands-Situation, denn es gibt zur Bahn-Verbindung nach Sylt keine wirkliche Alternative für Einheimische, Berufspendler und Gäste“, so Buchholz.

Bislang ist der Ausbau des Engpasses vor dem Hindenburgdamm  nur im so genannten pozenziellen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans enthalten – und rangiert im Ranking der wichtigen Ausbauprojekte des Bundes somit weit unten. „Zwar braucht auch ein solches Sonder-Verfahren einen langen Atem, wäre aber immer noch deutlich schneller als ein übliches Planfeststellungsverfahren“, sagte der Minister.

Skeptisch zeigte sich Buchholz hinsichtlich des Vorschlags von DB-Regio, auch Doppelstockwagen auf der Strecke einzusetzen. So seien nach Auskunft von DB-Regio-Chef Torsten Reh  derzeit nur über 25 Jahre alte Doppelstockwagen ohne Klimaanlage  verfügbar. Aufgrund ihres hohen Gewichts wären die Züge zudem nur mit maximal vier Wagen zu bestücken. „Wir bekämen also minimal mehr Kapazität, möglicherweise aber mehr Probleme“, fürchtet Buchholz. Klar sei für ihn aber auch: Wir probieren alles aus, was auch nur im Geringsten helfen könnte, die Lage zu verbessern.“ Deshalb sei gegen einen Testlauf der Doppelstock-Wagen ab Mitte Juli nichts einwenden, wenn DB-Regio zuvor ein entsprechendes Konzept vorgelegt habe.

An dem Treffen nahmen neben Ferlemann, DB-Produktionsvorstand Hentschel und DB-Regio-Chef Torsten Reh auch die DB-Konzernbevollmächtigte für Schleswig-Holstein und Hamburg, Manuela Herbort, DB-Netz-Vertriebsleiter Michael Körber sowie Nordfrieslands Kreispräsident Heinz Maurus , Staatssekretär Ingbert Liebing und die nordfriesische CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Dammerow teil.

 

Ein Gedanke zu „Marschbahn: Buchholz vorsichtig optimistisch – DB sagt Besserungen zu – Bund prüft „Lex Sylt““

  1. Nur mal zur Info in Österreich bei der ÖBB wäre haufenweise Wagenmaterial per Sofort zu haben und dieses ist auch sofort einsetzbar mit DE Zulassung im guten Zustand!

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