Alle Mann an Deck: LBV.SH schließt Lücke bei den Fachkräften rund um das Thema Planung

Die Verkehrsplanung im Norden hat neue Fahrt aufgenommen. Rund anderthalb Jahre nach den ersten Ausschreibungen hat der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr die avisierten 30 zusätzlichen Stellen besetzt. «Viele hatten nicht geglaubt, dass wir 30 neue Mitarbeiter für uns gewinnen könnten», sagte Landesbetriebsdirektor Torsten Conradt der Deutschen Presse-Agentur. «Doch wir haben uns Mühe gegeben und eine ganze Menge versucht.»

Die neuen Mitarbeiter seien vor allem Straßenbau- und Vermessungsingenieure sowie Geografen. Rund ein Drittel seien Frauen. «Zum 1. Januar hat es allerdings eine organisatorische Änderung gegeben, so dass sechs der neuen Mitarbeiter in die ausgegliederte Planfeststellungsbehörde gewandert sind und nicht mehr direkt im Landesbetrieb angestellt sind», sagte Conradt. Doch auch im Wirtschaftsministerium, an das die Planfeststellungsbehörde nun direkt gebunden ist, wolle man laut Verkehrsminister Bernd Buchholz beim Personal weiter aufbauen.

Das Anwerben von qualifiziertem Fachpersonal bleibe jedoch weiterhin schwierig. «Wir können keinen Dienstwagen anbieten und liegen einen Tick unter dem Gehaltsniveau in der freien Wirtschaft, doch wir haben andere positive Aspekte, die für uns sprechen», sagte Conradt. Die Mitarbeiter arbeiteten ortsnah, müssten also nicht wie bei europaweit tätigen Ingenieurbüros oder Baufirmen ständig unterwegs sein. Zudem gebe es gerade für Frauen umfangreiche Teilzeit- und Homeoffice-Angebote. «Diese Form der Work-Life-Balance suchen viele Bewerber», sagte Conradt.

Nachwuchs verspreche er sich künftig auch vom neuen Ingenieurstudiengang der Fachhochschule Kiel. Der Landesbetrieb habe für das kommende Wintersemester neun junge Menschen für ein industriebegleitendes Studium gewonnen. Sie werden parallel zu ihrem Job in der Landesbehörde den neuen Bachelor-Studiengang Bauingenieurwesen an der FH absolvieren.

Nach Angaben einer Sprecherin hat die FH Kiel für den neuen Studiengang Bauingenieurwesen vier Professuren ausgeschrieben, drei Auswahlverfahren seien mittlerweile abgeschlossen, eins laufe noch. Für die Studienplätze seien bisher 30 Bewerbungen eingegangen – 40 Plätze gibt es. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli.

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