Landesregierung steigert Sanierung von Landesstraßen gegenüber 2017 um über 50 Prozent

Trio
LBV.SH-Direktor Conradt, Minister Buchholz und Niederlassungsleiter Heiko Tessenow bei der Vorstellung des Baustellen-Programms in der Autobahnmeisterei Neumünster
Beim Abbau des Investitionsstaus im Straßennetz gibt das Land auch im nördlichen Landesteil weiter kräftig Gas: Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und der Chef des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH), Torsten Conradt, heute in der Autobahnmeisterei Neumünster erläuterten, werden allein in diesem Jahr zwischen Sylt und der Geltinger Bucht sowie zwischen Flensburg und Friedrichstadt knapp 65 Millionen Euro in Straßen, Brücken und Radwege investiert. Nach den Worten des stellvertretenden Flensburger LBV.SH-Niederlassungsleiters Heiko Tessenow werden in den kommenden Wochen im Kreis Nordfriesland 25 Einzelprojekte angepackt und im Kreis Schleswig-Flensburg 31 Vorhaben.

Buchholz erinnerte daran, dass die Landesregierung allein die Mittel für die Sanierung von Landesstraßen gegenüber 2017 um knapp 30 Millionen Euro auf 108 Millionen Euro angehoben habe. „Diese Investitionen in das Straßennetz des Nordens werden die Bedingungen für unsere Berufspendler, unsere Urlaubsgäste und unsere Logistik-Wirtschaft erheblich verbessern“, sagte Buchholz. Und nach den Worten von LBV-Chef Conradt seien gerade die Bewohner in den ländlichen Räumen auf ein sicheres und zuverlässiges Straßen- und Verkehrsnetz angewiesen. „Insofern ist unser Bauprogramm auch eine wichtige Investition in die Menschen vor Ort“, so Conradt.

Zu den gestiegenen Landes-Investitionen – und zum Stand des Ausbaus der B 5 an der Westküste sagte Buchholz im Gespräch mit Journalisten (Audio starten – „im Browser anhören“)

Bei den großen Brocken auf der Prioritätenliste handelt es sich laut Tessenow unter anderem um die Sanierung der B 200 von der A 7 bis zur Anschlussstelle Rude, ebenso die Landesstraße L 5 zwischen Leck und Sande, die L 23 von Freienwill in Richtung Flensburg und die L 191 im Abschnitt von Sterdebüll bis zum Fährhafen Schlüttsiel.

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr betreut nicht nur die Autobahn, die Bundes- und Landesstraßen, sondern auch die Kreisstraßen für die Kreise Schleswig- Flensburg und Nordfriesland. Allein im Bereich der Kreisstraßen sind laut Buchholz und Conradt Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 23 Millionen Euro vorgesehen, die durch das Land mit 7,5 Millionen Euro gefördert werden. Darunter auch der Ausbau der Kreisstraße K 111 im Kreis Schleswig-Flensburg, der aktuell in die Zielgerade gehe. Darüber hinaus steht der Abschluss der Grundinstandsetzung der denkmalgeschützten Brücke über den Bongsieler Kanal (L 6) sowie die Reparatur der Brücke „Langberg“ im Zuge der A 7 südlich der Anschlussstelle Handewitt an. (Weitere Einzelheiten: siehe Projektblätter).

Ab August auch größere Sanierungsarbeiten auf der
A 7 zwischen Rendsburg und Warder

Mit Blick auf den Ausbau der A 7 bezeichnete Buchholz es als besonders erfreulich, dass der Bund vor wenigen Tagen grünes Licht für die Fahrbahn-Erneuerung zwischen Rendsburg und der Anschlussstelle Warder gegeben habe. Während die erste Bauphase bereits vorgezogen und im April begonnen wurde – unter anderem mit der Ertüchtigung der Standstreifen – soll Mitte August mit der Sanierung der Fahrbahn in Richtung Norden auf einer Länge von rund 8,4 Kilometern begonnen werden. Die Fahrbahn-Sanierung in der Gegenrichtung wird absehbar im Frühjahr 2019 angepackt. Das Gesamt-Auftragsvolumen liegt bei rund 27 Millionen Euro.

Zu dem Projekt sagte der zuständige Projektverantwortliche beim LBV.SH, Christoph Köster (Audiopfeil klicken)

Der Minister und die beiden LBV.SH-Vertreter betonten, dass sämtliche Bauvorhaben im Vorfeld eng mit allen Beteiligten abgestimmt worden seien, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. „Trotzdem ist uns natürlich klar, dass Baustellen immer mit Einschränkungen verbunden sind und Anwohner wie Verkehrsteilnehmer vor harte Geduldsproben stellen“, sagte Buchholz. Klar sei aber auch, dass bessere Straßen nur zu bekommen seien, wenn man Baustellen in Kauf nimmt. Darüber hinaus appellierten Buchholz, Conradt und Tessenow an alle Verkehrsteilnehmer, sich fair, rücksichtsvoll und vorausschauend gegenüber den Baustellen-Mitarbeitern zu verhalten. Erst vor wenigen Tagen war an der A 24 ein Lkw nahezu ungebremst in ein mit Gasflaschen beladenes Baufahrzeug hineingefahren. Dabei gab es drei Schwerverletzte.

So berichtet der sh:z in seiner Dienstagausgabe (19.6.18)

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