Start frei für erste Elektroautobahn in SH – Buchholz: „Beginn eines spannenden Experiments“

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Gruppenbild mit Fahrdraht: Björn Lehmann-Matthei von der FH Kiel, Minister Habeck und Buchholz sowie Spediteur Bode, der seine Lkw auf der Teststrecke einsetzen wird
Zusammen mit Energiewendeminister Robert Habeck und Bundesumwelt-Staatssekretär Florian Pronold hat Verkehrsminister Bernd Buchholz heute den Startschuss für den Bau von Schleswig-Holsteins erster Elektro-Teststrecke für Lastwagen gegeben. Auf einem 10,2 Kilometer langen Abschnitt der Autobahn 1 zwischen Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck soll bis Sommer nächsten Jahres eine Oberleitung entstehen, mit der schwere Lastwagen elektrisch betrieben werden können.

Wie Buchholz in der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe vor rund 50 Gästen und Projektpartnern sagte, sei die Teststrecke Teil eines bundesweiten Pilotprojektes, das den elektrischen Antrieb von Lastwagen unter realen Verkehrsbedingungen erproben soll. Die Kosten von mehr als 19 Millionen Euro übernimmt der Bund. Ursprünglich war von 14 Millionen Euro ausgegangen worden. Da die Strecke jetzt in beiden Richtungen elektrifiziert werden solle, hätten sich die Kosten entsprechend erhöht, sagte Pronold.

Buchholz sagte im Gespräch mit Journalisten weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

«Für die Energiewende ist dieses Projekt von besonderer Bedeutung, weil wir auch im Verkehr auf erneuerbare Energien umsteigen müssen», sagte Habeck. Buchholz ergänzte: «Wir müssen in der Verkehrspolitik neue Wege gehen und neue Lösungen ausprobieren. Das machen wir jetzt.»

Pronold
Pronold
Die eigentlichen Bauarbeiten sollen im Oktober beginnen und voraussichtlich im Juni 2019 beendet sein. Getestet werden soll die Strecke dann von einer Reinfelder Spedition, die sich mit einem Hybrid-Lkw an dem Feldversuch beteiligt.

Schleswig-Holstein ist nach Hessen das zweite Bundesland, das eine Teststrecke für Elektro-Lastwagen erhält. Eine weitere Teststrecke ist in Baden-Württemberg geplant. Insgesamt investiert das Bundesumweltministerium nach Angaben Pronolds rund 50 Millionen Euro in den Feldversuch.

So berichten die Lübecker Nachrichten in ihrer Freitagausgabe:

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