Weltweit erster emissionsfreier Zug auf der Teststrecke Neumünster-Kiel unterwegs

Alstrom
Vor der Testfahrt (v.l.): Dirk Burmeister von der Entwicklungsagentur Heide, Minister Buchholt und Alstom-Geschäftsführer Dr. Jörg Nikutta
Premiere im echten Norden: Auf Einladung der Kaltenkirchener AKN Eisenbahn GmbH war heute das weltweit erste emissionsfreie Triebfahrzeug zum ersten Mal in Schleswig-Holstein.  Der Fahrzeughersteller Alstom präsentierte Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz seinen Coradia iLint, den mit Wasserstoff angetriebenen und somit emissionsfreien Regionalzug. An die kurze Präsentation des Fahrzeugs auf dem Betriebsgelände der AKN in Neumünster schloss sich eine Fahrt in die Landeshauptstadt an. Bevorzugter Energiepartner vor Ort von Alstom ist die regional ansässige Entwicklungsagentur Region Heide.

LokstandWeiter sagte Buchholz im Gespräch mit Journalisten während der Testfahrt

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Buchholz würdigte das Engagement, durch ein neues Antriebskonzept zur Verringerung des CO2-Ausstoßes und des Energieverbrauchs beizutragen. „Moderne Verkehrspolitik heißt, technologische Neuerungen, ökologische Anforderungen und wirtschaftliche Interessen in Einklang zu bringen“, so Buchholz. Er verwies auf die derzeit laufende Ausschreibung von über 50 Schienenfahrzeugen mit innovativem Antrieb. Das Land Schleswig-Holstein sei bundesweit damit das erste Land, das in einem so großen Umfang innovative Fahrzeuge beschafft. Buchholz weiter: „Die Technologieoffenheit ermöglicht einen offenen Wettbewerb der verschiedenen Antriebskonzepte. Die hohe Bieterresonanz bestätigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.“

SeybAKN-Geschäftsführer Wolfgang Seyb hatte die Idee, das Fahrzeug in Schleswig-Holstein vorzustellen: „Alternative Antriebstechnologien sind die Zukunft im Nahverkehr, wenn man wie die AKN Umweltschutz ernst nimmt. Wir freuen uns daher sehr, dass wir dem Land heute mit dem Coradia iLint eine der neuen, innovativen Antriebsarten vorstellen können.“ Seyb warf einen Blick in die Zukunft: „Langfristig ist es unser Ziel, den Korridor Norderstedt – Neumünster mit besseren Zugverbindungen zu stärken, und unsere Infrastruktur würde sich für neue Antriebstechnologien hervorragend eignen.“ Die AKN hat ein Konzept für eine Verbesserung des Zugangebots zwischen Norderstedt und Neumünster erarbeitet, bei der beide Städte umsteigefrei und schneller miteinander verbunden wären. Die AKN geht davon aus, dass intelligente Lösungen wie neue Fahrzeug- und Antriebskonzepte hierbei eine höhere Akzeptanz erfahren und deshalb auf regionalen SPNV-Strecken zeitnäher umzusetzen sind als umfangreiche Infrastrukturausbauten wie z.B. Oberleitungen oder Stromschienen.

„Wir freuen uns besonders über das Interesse an unserer emissionsfreien Mobilitätslösung hier im echten Norden. Der Coradia iLint von Alstom bewährt sich bereits heute in der Praxis und lässt sich durch den engagierten Ausbau der dezentralen Windenergie in Schleswig-Holstein zuverlässig in die vorhandene Infrastruktur integrieren“, sagt Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer von Alstom in Deutschland & Österreich.

„Als regionales Unternehmen unterstützen wir die ökonomische Nutzung Erneuerbarer Energien und sind insbesondere überzeugt von den Möglichkeiten, die Wasserstoff als Speichermedium und Zukunftsantrieb ausmachen. Wir freuen uns auf eine Zusammenarbeit mit Alstom als Lieferant grünen Wasserstoffs für eine emissionsfreie Mobilität in Schleswig-Holstein“, sagt Dirk Burmeister, Entwicklungsagentur Region Heide.

Der Coradia iLint ist weltweit der erste Personenzug, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben wird, die elektrische Energie für den Antrieb erzeugt. Dieser komplett emissionsfreie Zug ist geräuscharm und gibt lediglich Wasserdampf und Kondenswasser ab. Der Coradia iLint zeichnet sich durch mehrere verschiedene Innovationen aus: saubere Energieumwandlung, flexible Energiespeicherung in Batterien sowie intelligentes Management von Antriebskraft und verfügbarer Energie. Gezielt entwickelt für den Einsatz auf nichtelektrifizierten Strecken, ermöglicht er einen sauberen, nachhaltigen Zugbetrieb unter Beibehaltung einer hohen Leistung. Der Coradia iLint wurde in Salzgitter, dem Kompetenzzentrum für Regionalzüge und größten Produktionswerk von Alstom, entwickelt und gebaut.

Und so berichtet der sh:z in seiner Dienstagausgabe:

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