Frauen als GründerInnen: Für den echten Norden gibt es noch viel zu tun…

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v. l.: Kerstin Mikkelsen, Center for Women’s Entrepreneurship und Leadership, Flensburg, Dr. Inez Linke, oceanBASIS GmbH, Kiel,  Prof. Karin Schwarz, CAU-Vizepräsidentin, Susann Dreßler, Leiterin Förderlotsen IB.SH, Kerstin Eisenschmidt, Eisenschmidt Consulting Crew GmbH, Kiel, Angelika Eule, Walterwerk Gruppe, Kiel, Dr. Anke Rasmus; ZfE, Janine Kordes, „Kieler Seifen“. Unten im Bild: IB.SH-Chef Erk Westermann-Lammers und Wirtschaftsminister Buchholz

Das Thema ist heiß, doch der Funke scheinbar noch nicht ganz übergesprungen: Die Frauen im echten Norden sind nach wie vor zurückhaltend, wenn es um die Gründung von Unternehmen oder die Nachfolge an der Spitze eines Unternehmens geht. Nur jeder dritte Betrieb in Schleswig-Holstein wird derzeit von einer Frau geführt. Bei technologieorientieren Start-ups sind es noch weniger.

Für Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz und den Chef der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Erk Westermann-Lammers, ein trifftiger Grund, kräftig gegenzusteuern: Zusammen mit der Vizepräsidentin der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU), Prof. Dr. Karin Schwarz, hatte die IB.SH deshalb im Sommer am Zentrum für Entrepreneurship (ZfE) der CAU eine Vortragsreihe zum Thema „Schleswig-Holstein braucht Gründerinnen!“ ins Leben gerufen. Rund 20 Referentinnen gaben den über 250 interessierten Frauen dabei praktische Tipps und wichtige Impulse. Besonders im Fokus: die breite Palette von Fördermöglichkeiten für Existenzgründungen, die künftig noch stärker auf Frauen fokussiert werden. sollen.

Heute trafen sich die InitiatorInnen mit Buchholz und IB.SH-Chef Westermann-Lammers zu einer Nachlese. Dabei machte etwa Unternehmensgründerin Janine Kordes („Kieler Seifen“) klar: „Es ist nicht immer cool, Unternehmerin zu sein. Das Image muss besser werden, insbesondere in der öffentlichen Darstellung und ich stelle fest: man muss sich auch in gemischten Netzwerken engagieren“. Und nach den Worten von Gründerin Dr. Inez Linke brauche es dringend eine Imagekampagne für das Berufsbild – „und zwar unabhängig vom Geschlecht“.

StartUp Sh, 29.10.2018
Rege Teilnahme von interessierten Frauen: Dienstag fand im Kieler Wissenschaftszentrum das StartUp SH Summit 2018 statt – rechts: ZfE-Chefin Rasmus

Kerstin Mikkelsen von der Uni Flensburg erinnerte an die geförderte und auf Frauen zugeschnittene Initiative „westartup“, die jetzt auch in Lübeck an den Start gehe. Und nach den Worten von ZfE-Chefin Dr. Anke Rasmus sollte zudem das Thema „Entrepreneurship Education an Schulen“ stärker angeschoben werden. Dabei gehe es vor allem um die Frage, wie das Unternehmerinnenbild in Schulen vermittelt werde. Dies sei deshalb auch ein Kernthema des StartUp SH Summit 2018 zum Wochenbeginn im Kieler Wissenschaftszentrum gewesen. Auch das Bildungsministerium befasst sich damit ab morgen in einem Zukunfts-Workshop.

Offen zeigte sich Buchholz für die Anregung von IB.SH-Förderlotsin Susann Dressler, auch die Landesdachmarke „Der echte Norden“ um ein Format für UnternehmerInnen aufzustocken.

Nach den Worten von Buchholz werde sein Ministerium in den kommenden Wochen weitere Impulse für eine intensivere Gründerinnenunterstützung geben. Geplant sind unter anderem Mentoring-Angebote.

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