Wehrtechnik in SH: Buchholz mahnt engeren Schulterschluss mit jungen Unternehmen an

Wehr
Buchholz mit Arbeitskreis-Chef Dieter Hanel (Rheinmetall) und Norbert Stock (links) von der Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft

Anlässlich des 25. Gründungstages des Arbeitskreises Wehrtechnik in Schleswig-Holstein hat Wirtschaftsminister Bernd Buchholz an die Mitgliedsunternehmen appelliert, die zivile Nutzung von Militärtechnik noch stärker voranzutreiben und dabei auch auf  kleine und mittelständische Unternehmen bis hinab zu StartUps zu setzen. „Da kann  ich mir einen durchaus engeren Schulterschluss zwischen unser wehrtechnischen Industrie und jungen Unternehmen im Land durchaus vorstellen“, sagte Buchholz vor rund 200 Jubiläumsgästen im Kieler Schloss.

Buchholz sagte am Rande der Jubiläumsveranstaltung weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Nach den Worten des Arbeitskreis-Vorsitzenden Dieter Hanel (Rheinmetall Landsysteme Kiel) hat sich die wehrtechnische Industrie in Schleswig-Holstein in den letzten 25 Jahren strukturell und personell sowie mit neuen Produkten den tiefgreifenden sicherheitspolitischen Veränderungen angepasst und ihre Position auf den in- und ausländischen Märkten stabilisieren und ausbauen können. Die Wehrtechnik-Unternehmen seien ein wichtiger Bestandteil der industriellen Basis Schleswig-Holsteins.

Dem 1993 gegründeten Arbeitskreis gehören rund 30 Wehrtechnik-Unternehmen des Landes an, die rund 6.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Zu den Geschäftsaktivitäten der Unternehmen gehören der Marineschiffbau, die Fahrzeugtechnik, die Luftfahrt, die Kommunikationstechnik, die Waffen- und Munitionstechnik sowie Sensorik und Optik.

Hanel weiter: „Nach dem Strukturwandel in den letzten 25 Jahren warten auf die Wehrtechnik-Unternehmen des Landes neue Herausforderungen. Heute haben wir es mit komplexen Herausforderungen, mit globalen Risiken zu tun, denen sich die Politik, die Bundeswehr und die wehrtechnische Industrie stellen und nach Lösungen suchen muss“.

UVNord-Präsident Uli Wachholtz betonte, „dass wir als Außenhandel treibende Volkswirtschaft an einer möglichst friedlichen, möglichst sicheren Welt interessiert und darauf angewiesen sind. Deutschland ist wie kaum ein anderes Land in die globalen Wertschöpfungsketten integriert. Beachtliche 60 % unserer Exporte werden auf dem Seewege transportiert. Der Erhalt sicherer Seewege ist daher für uns von essentieller Bedeutung. Nicht zuletzt deshalb brauchen wir ein starkes Verteidigungsbündnis mit einer gut ausgerüsteten Bundeswehr und eine leistungsfähige wehrtechnische Industrie.“

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz wies abschließend darauf hin, dass die Wehrtechnik im echten Norden ein Innovationsmotor, zugleich aber auch Garant für Wertschöpfung und Beschäftigung sei. „Diese Unternehmen bieten hochwertige Arbeitsplätze und schaffen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch Ausbildung und Weiterqualifikation auch Perspektiven. Und das nicht nur an den großen Standorten wie Kiel oder Flensburg. Es gibt viele Unternehmen im Lande, die etwa Elemente für Schiffe, U-Boote, militärische Fahrzeuge oder Flugzeuge zuliefern. All diese Betriebe stärken die Regionen durch Wertschöpfung und Wohlstand“, so der Minister. Die Wehrtechnik sei längst eine echte High-Tech-Industrie – und für Schleswig-Holstein unentbehrlich.

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